Das INSM-Regionalranking 2006
Landkreis Bayreuth
INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil
Landkreis Bayreuth
Spitzenplätze bei Verwaltung und Sicherheit
Der Landkreis Bayreuth belegt mit 52,5 Punkten Platz 161 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Bayern belegt der Landkreis Bayreuth Platz 65 unter 96 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Bayreuth punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:
Stärken
- Verwaltung: Auf 100 Einwohner kamen 2004 statistisch gesehen nur 0,69 öffentlich Beschäftigte. Bundesdurchschnitt: 1,5 Staatsdiener. Rang 10 bundesweit - innerhalb Bayerns erreicht der Kreis damit den 8. Platz.
- Überdurchschnittlich ist im Kreis auch die öffentliche Sicherheit: Mit 3.200 gemeldeten Straftaten je 100.000 Einwohner im Jahr 2005 rangiert Bayreuth auf Platz 11. Auch in Bayern schafft der Kreis es in die Bestenliste (Platz 9 von 96). Zum Vergleich: Bundesweit wurden im Schnitt 6.919 Delikte je 100.000 Einwohner gemeldet.
- Der Saldo aus Gewerbean- und -abmeldungen im Kreis war mit einem Wert von 5 je 1.000 Einwohner im Jahr 2004 ebenfalls deutlich höher als der Durchschnittswert in der Bundesrepublik (3,3) und reicht für einen guten 27. Rang im INSM-Ranking.
- Der Anteil der kommunalen Investitionen an den Gesamtausgaben lag im Jahr 2005 bei 18,7 Prozent (Bundesdurchschnitt 13,2 Prozent). Platz 73 für den Kreis in dieser Kategorie.
Schwächen
- Vergleichsweise schlecht schneidet der Kreis Bayreuth dagegen beim Akademiker-Anteil unter den Beschäftigten ab: Nur 3,4 Prozent hatten 2005 einen Fachhochschul- bzw. Hochschulabschluss in der Tasche (Bundesdurchschnitt 7,5 Prozent). Rang 418.
- Nachholbedarf hat der Kreis auch bei den Lehrstellen: 100 Interessenten standen 2003 statistisch gesehen einem Angebot von nur 87,2 Ausbildungsplätzen gegenüber. Ein Wert weit unter dem Bundesdurchschnitt (96,8), der nur für Rang 416 reicht.
- Mit 16.752 Euro je Einwohner lag auch der Wert der produzierten Güter und Dienstleistungen je Einwohner im Jahr 2004 weit unter dem Bundesdurchschnitt (24.805 Euro). Beim Bruttoinlandsprodukt reicht es daher nur für Rang 371 - in Bayern ist dies der zweitschlechteste Wert.
- 5,1 Prozent aller Beschäftigten im Kreis waren 2005 in schnell wachsenden Branchen tätig. Bundesweit waren 8,4 Prozent. Rang 359.
