Das INSM-Regionalranking 2006
Region Hannover
INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil
Region Hannover
Hohe Einkommen, viele Straftaten und geringe öffentliche Investitionen
Die Region Hannover belegt mit 52,1 Punkten Platz 181 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Niedersachsen belegt die Region Hannover Platz 10 unter 46 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo die Region Hannover punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:
Stärken
- 15 Prozent aller in der Region Hannover Beschäftigten arbeiteten 2005 in schnell wachsenden Branchen. Dieser Wert ist der zweitbeste in Niedersachsen, im Bund kommt die Region Hannover auf Rang 32. Der Bundesschnitt lag bei 8,4 Prozent.
- Das Einkommen in der Region Hannover ist hoch: Die Bruttolohnsumme am Arbeitsort lag 2005 bei durchschnittlich 29.860 Euro je Beschäftigtem, das sind rund 4.000 Euro mehr als der Bundesdurchschnitt von 25.822 Euro. Das bedeutet Platz 4 im eigenen Bundesland, unter allen Kreisen erreicht die Region Hannover Rang 50.
- In der Region arbeiten viele Hochqualifizierte. Hannover übertraf 2005 mit 10,5 Prozent den Bundesdurchschnitt von 7,5 Prozent. Damit rangiert die Region in Niedersachsen wiederum auf Platz 4, unter allen Kreisen reicht es für Rang 62. Als Hochqualifizierte gelten Beschäftigte mit Fachhoch- oder Hochschulabschluss.
- Das Bruttoinlandsprodukt der Region Hannover lag 2004 mit 29.679 Euro je Einwohner deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 24.805 Euro. Damit belegt die Region Platz 83.
Schwächen
- 2005 kamen in der Region Hannover auf 100.000 Einwohner gemeldete 10.637 Straftaten. Damit erreicht die Region nur Platz 42 unter 46 Kreisen und kreisfreien Städten in Niedersachsen. Und auch im INSM-Bundesvergleich liegt die Region mit diesem Wert weit hinten auf Rang 388. Der Bundesdurchschnitt betrug 6.919 gemeldete Delikte.
- Die kommunale Investitionsquote in der Region Hannover ist recht niedrig. Sie lag 2005 durchschnittlich bei 5,2 Prozent und damit deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 13,2 Prozent. Bleibt Rang 404.
- Bei der Verwaltung kann die Region Hannover nicht punkten: 2004 kamen auf 100 Einwohner statistisch betrachtet 2,02 öffentlich Beschäftigte. Damit belegt Hannover Rang 375. Bundesdurchschnitt: 1,5 Staatsdiener.
- Die Arbeitskosten sind hoch: Im Schnitt kostete ein Arbeitnehmer in der Region sein Unternehmen im Jahr 2004 33.649 Euro. Bundesdurchschnitt: 30.561 Euro. Rang 349 bundesweit, Platz 41 in Niedersachsen.
