Das INSM-Regionalranking 2006
Kreisfreie Stadt Bamberg
INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil
Kreisfreie Stadt Bamberg
Gute Gründungsdynamik, hohes BIP, viele Straftaten
Die kreisfreie Stadt Bamberg belegt mit 50,9 Punkten Platz 215 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Bayern belegt Bamberg Platz 77 unter 96 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo Bamberg punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:
Stärken
- Die Stadt Bamberg punktet beim Saldo der Gewerbean- und -abmeldungen: Der Wert lag mit 5,6 je 1.000 Einwohner im Jahr 2004 deutlich über dem Bundesdurchschnitt (3,3). Bamberg sichert sich deutschlandweit Rang 12 und Rang 5 in Bayern.
- Sehr hoch lag im bundesweiten Schnitt im Jahr 2004 das Bruttoinlandsprodukt von Bamberg: 51.152 Euro erwirtschaftete statistisch jeder Einwohner (Bundesdurchschnitt 24.805 Euro). Damit katapultierte sich die Stadt auf Rang 14 im INSM-Ranking. In Bayern reicht es für Platz 7.
- Recht hoch ist auch die Einkommensteuerkraft: Der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer lag 2004 bei 275 Euro je Einwohner (Bundesdurchschnitt 216 Euro). Bamberg sichert sich Rang 126.
- Auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen war 2005 mit 29,4 Prozent unter allen Arbeitslosen in der Stadt deutlich niedriger als im Bundesdurchschnitt (35,4 Prozent). Rang 78 im Bund. In Bayern reicht es allerdings nur für das Mittelfeld (Rang 46).
Schwächen
- Auffällig hoch ist die Quote der in Bamberg gemeldeten Straftaten: Ihre Zahl lag 2005 bei 10.358 je 100.000 Einwohner (Bundesdurchschnitt 6.919). Damit landet die Stadt im Vergleich weit abgeschlagen auf Rang 386.
- Auch die kommunalen Investitionen sind kein Aushängeschild: Die Quote lag im Jahr 2005 bei gerade mal 7,3 Prozent. Die Stadt muss sich mit Rang 358 begnügen. Zum Vergleich: Der Bundesdurchschnitt lag bei 13,2 Prozent.
- Die kommunalen Schulden in Bamberg sind höher als im Bundesdurchschnitt: 2004 stand jeder Bewohner statistisch mit 2.014 Euro in der Kreide. Im Bundesmittel waren es nur 1.438 Euro. Deshalb nur Rang 367 im INSM-Ranking.
- Die Arbeitskosten je Arbeitnehmer lagen in Bamberg 2004 bei 33.119 Euro. Im Bundesdurchschnitt kostete ein Arbeitnehmer sein Unternehmen nur 30.561 Euro. Rang 325.
