Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Kelheim

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Kelheim

    Viele Ausbildungsplätze, wenige Hochqualifizierte

    Der Landkreis Kelheim belegt mit 57,0 Punkten Platz 54 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Bayern belegt der Landkreis Kelheim Platz 25 unter 96 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Kelheim punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Die Langzeitarbeitslosigkeit im Landkreis Kelheim ist vergleichsweise niedrig. Der Anteil Langzeitarbeitsloser an den Arbeitslosen betrug im Jahr 2005 nur 24,1 Prozent. Das bedeutet: Rang 14. Mit einer Quote von 35,4 Prozent lag der Bundesdurchschnitt klar darüber.
    • Die Ausbildungsplatzdichte im Kreis ist relativ hoch: Auf 100 Nachfrager kamen im Jahr 2003 103,5 Ausbildungsplätze. Bundesdurchschnitt: 96,8 Ausbildungsplätze. Damit erreicht der Landkreis Rang 17.
    • Die kommunale Verschuldung ist niedrig. Mit 658 Euro Schulden je Einwohner (Stand: 2004) kommt der Landkreis Kelheim auf Platz 22. Zum Vergleich der Bundesdurchschnitt: 1.438 Euro je Einwohner.
    • Beim Demografieindex, einem Sammelindikator, der die Altersstruktur der Bevölkerung, zum Beispiel das Zahlenverhältnis zwischen Jung und Alt heute und in Zukunft, beschreibt, erreicht der Landkreis mit 132,5 Punkten einen hohen Wert und rangiert auf Platz 32. Der Bundesdurchschnitt lag bei 100 Punkten.

    Schwächen

    • Unter den Beschäftigten ist der Anteil Hochqualifizierter relativ gering: 4,3 Prozent im Jahr 2005 bedeuten Rang 372 für den Landkreis Kelheim. Im Bundesschnitt haben 7,5 Prozent aller Beschäftigten einen Hochschul- beziehungsweise Fachhochschulabschluss.
    • Vergleichsweise niedrig ist auch der Anteil der Beschäftigten in schnell wachsenden Branchen: 5,3 Prozent (2005) sind deutlich weniger als der Bundesdurchschnitt von 8,4 Prozent und bringen nur Rang 339.
    • Vergleichsweise ungünstig stellt sich der Saldo aus Gewerbean- und -abmeldungen dar. Mit einem Wert von 2,8 je 1.000 Einwohner im Jahr 2004 erreicht der Landkreis Kelheim nur Rang 282 bundesweit und liegt im Freistaat weit hinten (nur Platz 87). Bundesdurchschnitt: 3,3 je 1.000 Einwohner.