Das INSM-Regionalranking 2006

    Kreisfreie Stadt Straubing

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Kreisfreie Stadt Straubing

    Die beste Ausbildungsplatzdichte Bayerns, viele Schulden

    Die kreisfreie Stadt Straubing belegt mit 50,8 Punkten Platz 221 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Bayern belegt Straubing Platz 79 unter 96 Kreisen. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo Straubing punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Kaum irgendwo ist die Ausbildungsplatzdichte höher: Auf 100 Nachfrager kamen im Jahr 2003 104,3 Ausbildungsplätze. Bundesdurchschnitt: 96,8 Ausbildungsplätze je 100 Nachfrager. Platz 2 für Straubing im bundesweiten Vergleich und Platz 1 im Freistaat!
    • Durchschnittlich produziert jeder Einwohner Waren und Dienstleistungen im Wert von 42.492 Euro im Jahr (2004). Der Bundesdurchschnitt beim Bruttoinlandsprodukt liegt nur bei 24.805 Euro je Einwohner. Rang 30.
    • Straubing profitiert von einer überdurchschnittlich hohen Einkommensteuerkraft: 283 Euro je Einwohner im Jahr 2004 bedeuten Rang 107. Im Bundesdurchschnitt liegt der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer nur bei 216 Euro je Einwohner.
    • Der Anteil Langzeitarbeitsloser an den Arbeitslosen in Straubing beträgt 31,8 Prozent (2005) und lag damit besser als der Bundesdurchschnitt von 35,4 Prozent. Die Stadt rangiert damit bundesweit auf Platz 141.

    Schwächen

    • Straubing leistet sich statistisch betrachtet 2,96 Beschäftigte im öffentlichen Dienst je 100 Einwohner (2004). Im Bundesdurchschnitt sind es nur 1,5 Staatsdiener. Rang 421 für die Stadt.
    • Die kommunale Verschuldung liegt mit 2.730 Euro je Einwohner (Stand: 2005) deutlich über dem Bundesschnitt von 1.438 Euro je Einwohner. Nur Rang 417 für Straubing.
    • Über Bundesniveau liegt die Anzahl der Straftaten: Im Jahr 2005 wurden in Straubing 9.878 Delikte je 100.000 Einwohner gemeldet. Zum Vergleich der Bundesdurchschnitt: 6.919. Das bedeutet Rang 375.
    • Vergleichsweise ungünstig stellt sich der Saldo aus Gewerbean- und -abmeldungen dar. Mit einem Wert von 2,7 je 1.000 Einwohner im Jahr 2004 belegt Straubing Rang 320. Der Bundesdurchschnitt betrug 3,3 je 1.000 Einwohner.