Das INSM-Regionalranking 2006
Landkreis Weilheim-Schongau
INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil
Landkreis Weilheim-Schongau
Plus am Arbeitsmarkt, Defizit bei Wachstumsbranchen
Der Landkreis Weilheim-Schongau belegt mit 56,9 Punkten Platz 58 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Bayern belegt der Landkreis Weilheim-Schongau Platz 28 unter 96 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Weilheim-Schongau punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:
Stärken
- Die Langzeitarbeitslosigkeit im Landkreis Weilheim-Schongau ist gering. Der Anteil Langzeitarbeitsloser an den Arbeitslosen beträgt nur 24,7 Prozent (2005). Das bedeutet Rang 19. Mit 35,4 Prozent ist der Bundesdurchschnitt deutlich höher.
- Beim Demografieindex, einem Sammelindikator, der die Altersstruktur der Bevölkerung, zum Beispiel das Zahlenverhältnis zwischen Jung und Alt heute und in Zukunft, beschreibt, erreicht der Landkreis Weilheim-Schongau mit 132,8 Punkten einen hohen Wert (Bundesdurchschnitt: 100 Punkte). Das bringt Rang 29 bundesweit.
- Die Arbeitslosenquote ist niedrig: Mit 6,5 Prozent im Jahresdurchschnitt 2006 kommt der Landkreis auf Rang 51. Zum Vergleich der Bundesdurchschnitt: 12,2 Prozent.
- Im Landkreis Weilheim-Schongau hat man eine schlanke Verwaltung: Statistisch betrachtet kommen 0,87 öffentlich Beschäftigte auf 100 Einwohner (2004). Das liegt weit unter dem Bundesdurchschnitt von 1,5 Staatsdienern je 100 Einwohner. Rang 35.
Schwächen
- Die Arbeitskosten im Landkreis bewegten sich mit durchschnittlich 33.617 Euro je Arbeitnehmer im Jahr 2004 deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Bundesweit kostete ein Arbeitnehmer sein Unternehmen nur 30.561 Euro. Rang 348 für den Kreis.
- Nur 5,2 Prozent der Beschäftigten arbeiteten 2005 in schnell wachsenden Branchen. Der Bundesdurchschnitt betrug 8,4 Prozent. Der Landkreis rangiert hier auf Platz 347 im INSM-Bundesvergleich.
- Die Ausbildungsplatzdichte ist vergleichsweise gering. Auf 100 Nachfrager kamen im Landkreis Weilheim-Schongau im Jahr 2003 97,2 Ausbildungsplätze. Das ist etwas mehr als der Bundesdurchschnitt von 96,8 Ausbildungsplätzen je 100 Nachfrager, aber für bayerische Verhältnisse unter Durchschnitt. Rang 237 bundesweit, Rang 68 unter 96 Kreisen und kreisfreien Städten im Freistaat.
