Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Starnberg

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Starnberg

    Bayern-Sieger bei der Einkommensteuerkraft

    Der Landkreis Starnberg belegt mit 61,7 Punkten Platz 11 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Bayern belegt der Landkreis Starnberg Platz 7 unter 96 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Starnberg punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Der Landkreis Starnberg profitiert von einer hohen Einkommensteuerkraft: Mit durchschnittlich 447 Euro Gemeindeanteil an der Einkommensteuer je Einwohner lag man im Jahr 2004 deutlich über dem Bundesschnitt von 216 Euro je Einwohner. Das reicht bundesweit für Rang 3, innerhalb Bayerns sogar für den ersten Platz.
    • Der Anteil der Arbeitslosengeld-II-Empfänger im Landkreis ist gering: Nur 1,3 je 100 Einwohner im Jahr 2005 bedeuten Rang 6. Bundesdurchschnitt: 6 Bezieher von Arbeitslosengeld-II je 100 Einwohner.
    • Günstig stellt sich der Saldo der Gewerbean- und -abmeldungen dar: Mit einem Wert von 6,2 je 1.000 Einwohner (Stand: 2004) belegt der Landkreis Starnberg Rang 6. Der Bundesdurchschnitt beträgt nur 3,3 je 1.000 Einwohner.
    • Hoch ist im Landkreis Starnberg auch die Produktivität: Jeder Erwerbstätige erwirtschaftete im Jahr 2004 durchschnittlich 76.358 Euro. Zum Vergleich der Bundesdurchschnitt: 53.331 Euro. Rang 8 bundesweit und Platz 2 im Freistaat.

    Schwächen

    • Die Arbeitskosten waren mit 33.079 Euro je Arbeitnehmer im Jahr 2004 relativ hoch. Im Bundesdurchschnitt lagen die Arbeitskosten niedriger: 30.561 Euro. Das reicht nur für Rang 324.
    • Die Arbeitsplatzversorgung - der Anteil der sozialversicherungspflichtig oder geringfügig Beschäftigten an den Erwerbspersonen - ist vergleichsweise gering: Mit 57,7 Prozent im Jahr 2005 belegt der Landkreis Starnberg nur Rang 276. Bundesdurchschnitt: 59,2 Prozent.
    • 29,6 Prozent aller Einwohner im Alter von 55 bis 65 Jahren hatten 2005 einen sozialversicherungspflichtigen Job. Das ist bundesweit betrachtet nur Mittelfeld (Rang 217) - die Altersbeschäftigungsquote in Deutschland liegt bei 29,4 Prozent. In Bayern bringt das lediglich Platz 51 unter 96 Kreisen und kreisfreien Städten.