Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Mühldorf am Inn

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Mühldorf am Inn

    Schlanke Verwaltung, wenig Hochqualifizierte

    Der Landkreis Mühldorf am Inn belegt mit 54,7 Punkten Platz 114 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Bayern belegt der Landkreis Mühldorf am Inn Platz 52 unter 96 Kreisen. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Mühldorf am Inn punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Der Landkreis Mühldorf am Inn verfügt über eine schlanke Verwaltung: Nur 0,78 öffentlich Beschäftigte je 100 Einwohner im Jahr 2004 bedeuten Rang 16. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 1,5 Staatsdienern je 100 Einwohner.
    • Günstig stellt sich der Saldo aus Gewerbean- und -abmeldungen dar: Mit einem Wert von 5,2 je 1.000 Einwohner im Jahr 2004 belegt der Landkreis Mühldorf am Inn Rang 19. Bundesdurchschnitt: 3,3 je 1.000 Einwohner.
    • Hoch ist im Landkreis die Produktivität: Jeder Arbeitnehmer erwirtschaftete im Jahr 2004 durchschnittlich 64.287 Euro. Rang 33. Zum Vergleich: Der Bundesdurchschnitt liegt bei 53.331 Euro.
    • Die Anzahl der Straftaten im Landkreis Mühldorf am Inn ist gering: Im Jahr 2005 waren es 4.227 gemeldete Delikte je 100.000 Einwohner. Das ist Platz 69. Der Bundesdurchschnitt lag bei 6.919 Straftaten.

    Schwächen

    • Im Kreis arbeiten wenige Menschen in schnell wachsenden Branchen: Im Jahr 2005 waren es nur 4,1 Prozent aller Beschäftigten, weit weniger als der Bundesdurchschnitt von 8,4 Prozent. Das reicht nur für Rang 409.
    • Der Anteil Hochqualifizierter an den Beschäftigten ist mit 4,7 Prozent (Jahr 2005) auch niedrig. Im Bundesschnitt haben 7,5 Prozent aller Beschäftigten einen Hochschul- beziehungsweise Fachhochschulabschluss. Der Landkreis Mühldorf am Inn rangiert nur auf Platz 350.
    • Die Altersbeschäftigungsquote beträgt 28,3 je 100 Einwohner im Alter von 55-65 Jahren (Stand: 2005) und liegt damit unter dem Bundesdurchschnitt von 29,4 Prozent. Rang 291.
    • Die Arbeitskosten sind vergleichsweise hoch: Sie betrugen im Jahr 2004 31.060 Euro je Arbeitnehmer. Im Bundesdurchschnitt kostete ein Arbeitnehmer sein Unternehmen nur 30.561 Euro. Platz 239 für den Landkreis Mühldorf am Inn im INSM-Regionalranking.