Das INSM-Regionalranking 2006
Landkreis Garmisch-Partenkirchen
INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil
Landkreis Garmisch-Partenkirchen
Niedrige Arbeitslosigkeit, aber recht geringe Produktivität
Der Landkreis Garmisch-Partenkirchen belegt mit 52,4 Punkten Platz 167 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Bayern belegt der Landkreis Garmisch-Partenkirchen Platz 66 unter 96 Kreisen. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Garmisch-Partenkirchen punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:
Stärken
- Die Langzeitarbeitslosigkeit ist im Landkreis Garmisch-Partenkirchen geringer als im Bundesschnitt: Der Anteil der Langzeitarbeitslosen an allen Arbeitslosen lag im Jahr 2005 bei 20,2 Prozent. Zum Vergleich: Der Bundesdurchschnitt beläuft sich auf 35,4 Prozent. Rang 4.
- Der Anteil der Arbeitslosengeld-II-Empfänger ist im Landkreis Garmisch-Partenkirchen sehr gering: Statistisch gesehen erhielten dort 1,5 Prozent der Einwohner Arbeitslosengeld II. Im Bundesdurchschnitt sind es 6 von 100 Einwohnern. Rang 13 für den Kreis.
- Die Arbeitslosenquote lag im Jahr 2006 mit 6,8 Prozent deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 12,2 Prozent. Der Landkreis kommt damit auf Rang 70.
- Die Arbeitskosten sind im Landkreis Garmisch-Partenkirchen vergleichsweise niedrig, was aus Unternehmenssicht als Standortvorteil gewertet werden kann: 28.296 Euro je Arbeitnehmer im Jahr 2004 bedeuten bundesweit Rang 138 (Bundesdurchschnitt: 30.561 Euro.). Innerhalb von Bayern belegt man damit Platz 3 von 96 Kreisen und kreisfreien Städten.
Schwächen
- Im Landkreis Garmisch-Partenkirchen leistet man sich eine überdurchschnittliche große Verwaltung: Im Jahr 2004 kamen statistisch 2,49 öffentlich Beschäftigte auf 100 Einwohner. Damit liegt man deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 1,5 Staatsdienern je 100 Einwohner. Rang 405.
- Im Jahr 2005 war der Anteil der Beschäftigten in schnell wachsenden Branchen im Landkreis gering: 4,6 Prozent reichen nur für Rang 380. Der Bundesdurchschnitt betrug 8,4 Prozent.
- Der Anteil Hochqualifizierter an den Beschäftigten war mit 4,9 Prozent im Jahr 2005 unterdurchschnittlich. Damit kommt der Landkreis nur auf Rang 335. Der Bundesschnitt ist höher: 7,5 Prozent aller Beschäftigten haben einen Hochschul- beziehungsweise Fachhochschulabschluss.
- Die Produktivität im Landkreis Garmisch-Partenkirchen ist niedriger als im Bundesmittel. Jeder Erwerbstätige erwirtschaftet hier durchschnittlich 48.291 Euro im Jahr (2004). Im Bundesdurchschnitt erwirtschaftet jeder Erwerbstätige ein BIP von 53.331 Euro. Rang 319.
