Das INSM-Regionalranking 2006
Landkreis Ebersberg
INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil
Landkreis Ebersberg
Hohe Kaufkraft, schlanke Verwaltung, wenig Schwächen
Der Landkreis Ebersberg belegt mit 62,3 Punkten Platz 8 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Bayern belegt der Landkreis Ebersberg Platz 5 unter 96 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Ebersberg punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:
Stärken
- Fast nirgendwo ist der Anteil der Arbeitslosengeld-II-Empfänger geringer als im Landkreis Ebersberg: Nur 1,2 je 100 Einwohner im Jahr 2005 bringen Rang 3 bundesweit und im Freistaat. Im Bundesdurchschnitt gab es 6 Arbeitslosengeld-II-Empfänger je 100 Einwohner.
- Der Landkreis Ebersberg profitiert von einer hohen Einkommensteuerkraft: 424 Euro je Einwohner im Jahr 2004 reichen für Rang 6. Im Bundesdurchschnitt liegt der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer bei 216 Euro je Einwohner.
- Der Landkreis verfügt über eine schlanke Verwaltung: Statistisch betrachtet kommen auf 100 Einwohner nur 0,64 öffentlich Beschäftigte (2004). Der Bundesdurchschnitt betrug 1,5 je 100 Einwohner. Rang 6 für den Kreis.
- Weit vorn liegt der Landkreis Ebersberg bei der Kaufkraft: Die Bruttolohnsumme am Wohnort betrug 11.734 Euro je Einwohner (2005). Damit kommt der Landkreis bundesweit auf Platz 9. Zum Vergleich der Bundesdurchschnitt: 8.523 Euro je Einwohner.
Schwächen
- Die Arbeitskosten im Landkreis Ebersberg sind relativ hoch, was aus Unternehmenssicht ein Standortnachteil sein kann: 32.216 Euro je Arbeitnehmer im Jahr 2004 reichen nur für Rang 295. Im Bundesdurchschnitt kostete ein Arbeitnehmer sein Unternehmen nur 30.561 Euro.
- Das im Landkreis Ebersberg erwirtschaftete Bruttoinlandsprodukt lag im Jahr 2004 unter dem Bundesschnitt. Für 22.188 Euro wurden je Einwohner Güter und Dienstleistungen im Kreis erstellt. Im Bundesdurchschnitt lag das Bruttoinlandsprodukt bei 24.805 Euro je Einwohner. Nur Rang 220 für den Kreis.
- Die kommunale Investitionsquote belief sich im Jahr 2005 auf 14,6 Prozent der Gesamtausgaben. Dies liegt zwar über dem Bundesschnitt von 13,2 Prozent und bringt immerhin Rang 174. Für Bayern ist das aber nur Mittelfeld: Hier liegt der Landkreis auf Rang 60 von 96 Kreisen und kreisfreien Städten.
