Das INSM-Regionalranking 2006
Kreisfreie Stadt Ingolstadt
INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil
Kreisfreie Stadt Ingolstadt
Starke Kaufkraft, hohe Arbeitskosten
Die kreisfreie Stadt Ingolstadt belegt mit 59,9 Punkten Platz 18 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Bayern belegt Ingolstadt Platz 13 unter 96 Kreisen. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo Ingolstadt punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:
Stärken
- Besonders hoch ist im bundesweiten Vergleich das Bruttoinlandsprodukt in der Audi-Stadt: 56.164 Euro wurden je Einwohner im Jahr 2004 erwirtschaftet: Rang 10. Im Bundesdurchschnitt sind es nur 24.805 Euro je Einwohner.
- Hoch ist in dieser Stadt auch die Produktivität: Jeder Erwerbstätige erwirtschaftet hier durchschnittlich 72.022 Euro im Jahr (2004). Das bedeutet Rang 12. Bundesdurchschnitt: 53.331 Euro.
- In Ingolstadt wird auch gut verdient. Eine Bruttolohnsumme am Arbeitsort von 33.990 Euro je Beschäftigtem im Jahr 2005 bringt Rang 14. Demgegenüber beträgt das Durchschnittseinkommen in Deutschland 25.822 Euro je Beschäftigtem.
- Weit vorn lag Ingolstadt im Jahr 2005 bei der Kaufkraft. Diese beträgt je Einwohner 11.169 Euro. Damit kommt die Stadt unter die ersten 20 in der Bundesrepublik. Die durchschnittliche Kaufkraft in Deutschland belief sich auf 8.523 Euro je Einwohner.
Schwächen
- Mit Rang 431 belegt Ingolstadt bei den Arbeitskosten den viertletzten Platz. Sie betrugen im Jahr 2004 41.952 Euro. Im Bundesdurchschnitt kostete ein Arbeitnehmer sein Unternehmen 30.561 Euro.
- Vergleichsweise ungünstig stellte sich im Jahr 2004 in Ingolstadt der Saldo aus Gewerbean- und -abmeldungen dar. Hier erreicht die Stadt mit einem Wert von 2 je 1.000 Einwohner nur Rang 398. Bundesschnitt: 3,3 je 1.000 Einwohner.
- Relativ hoch ist die Straftatenquote: 2005 waren es 9.030 gemeldete Delikte je 100.000 Einwohner. Das reichte nur für Platz 345. Bundesdurchschnitt: 6.919 Straftaten je 100.000 Einwohner.
- Die kommunale Investitionsquote in Ingolstadt betrug im Jahr 2005 12,5 Prozent der öffentlichen Ausgaben. Im Bundesdurchschnitt waren es 13,2 Prozent. Das reicht nur für Rang 224.
