Das INSM-Regionalranking 2006
Landkreis Sigmaringen
INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil
Landkreis Sigmaringen
Viele Lehrstellen, wenig Jobs in Wachstumsbranchen
Der Landkreis Sigmaringen belegt mit 53,3 Punkten Platz 136 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Baden-Württemberg belegt der Landkreis Sigmaringen Platz 38 unter 44 Kreisen und Stadtkreisen. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Sigmaringen punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:
Stärken
- Lehrstellenbewerber finden im Kreis Sigmaringen eine bessere Ausbildungsplatzdichte vor als in den meisten anderen Kreisen der Bundesrepublik: Statistisch gab es im Jahr 2003 im Kreis ein Angebot von 103,8 Ausbildungsplätzen je 100 Nachfrager. Im Bundesdurchschnitt waren es nur 96,8 Ausbildungsplätze. Rang 10 im INSM-Ranking, Platz 4 in Baden-Württemberg.
- Weit über Bundesdurchschnitt liegt im Landkreis Sigmaringen auch die Altersbeschäftigungsquote: 33,4 Prozent aller Einwohner im Alter von 55-65 Jahren hatten hier im Jahr 2005 einen Job. Bundesdurchschnitt: 29,4 Prozent. Rang 40.
- Punkten kann der Kreis beim Demografieindex: 128,8 Punkte (Bundesdurchschnitt: 100 Punkte). Rang 49. Der Index ist ein Sammelindikator, der die Altersstruktur der Bevölkerung, zum Beispiel das Zahlenverhältnis zwischen Jung und Alt heute und in Zukunft, beschreibt.
- Die Arbeitslosenquote im Landkreis Sigmaringen lag im Jahresdurchschnitt 2006 nur bei 7,5 Prozent. Bundesdurchschnitt: 12,2 Prozent. Rang 96.
Schwächen
- Niedrig ist im Kreis Sigmaringen der Anteil der Beschäftigten in schnell wachsenden Branchen. Nur 3,4 Prozent der Arbeitnehmer im Kreis (Bundesdurchschnitt: 8,4 Prozent) waren dort im Jahr 2005 beschäftigt. Rang 427, und vorletzter Platz in Baden-Württemberg.
- 4,5 Prozent der Beschäftigten im Landkreis Sigmaringen hatten im Jahr 2005 einen Fachhochschul- oder Hochschulabschluss. Bundesweit liegt der Anteil der Hochqualifizierten bei 7,5 Prozent. Rang 358.
- Bei den kommunalen Schulden lag der Landkreis Sigmaringen im Jahr 2004 leicht besser als das bundesweite Mittel (1.438 Euro je Einwohner): Die Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände im Kreis beliefen sich auf 1.421 Euro je Einwohner. Bundesweit Rang 258. In Baden-Württemberg nur Platz 34.
- Etwas schlechter als im Bundesdurchschnitt lagen im Jahr 2004 die Arbeitskosten mit 30.784 Euro im Kreis Sigmaringen. Im bundesweiten Mittel kostete ein Arbeitnehmer sein Unternehmen 30.561 Euro. Rang 228 bundesweit. Für baden-württembergische Verhältnisse sind die Arbeitskosten aber noch vergleichsweise niedrig. Platz 3 im Ländle.
