Das INSM-Regionalranking 2006
Landkreis Alb-Donau-Kreis
INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil
Alb-Donau-Kreis
Viel Sicherheit im Landkreis, Ländle-Schlusslicht bei den Hochqualifizierten
Der Alb-Donau-Kreis belegt mit 58,0 Punkten Platz 40 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und Stadtkreisen im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Baden-Württemberg belegt der Alb-Donau-Kreis Platz 15 unter 44 Kreisen und Stadtkreisen. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Alb-Donau-Kreis punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:
Stärken
- Bei den Straftaten belegte der Alb-Donau-Kreis mit 2.969 Delikten je 100.000 Einwohner im Jahr 2005 den 5. Rang bundesweit und den 2. Platz in Baden-Württemberg. Im Bundesdurchschnitt verzeichnete die Kriminalitätsstatistik immerhin 6.919 gemeldete Delikte.
- Bei der Arbeitsplatzversorgung kam dieser Kreis mit 67,6 Prozent im Jahr 2005 bundesweit auf Rang 14. Im Bundesdurchschnitt hatten 59,2 Prozent aller Erwerbsfähigen einen Job.
- Beim Demografieindex erreichte der Landkreis 138,3 Punkte (Mittelwert=100) und belegte damit bundesweit den 16 Platz. Der Demografieindex ist ein Sammelindikator, der die Altersstruktur der Bevölkerung, zum Beispiel das Zahlenverhältnis zwischen Jung und Alt heute und in Zukunft, beschreibt.
- Im Alb-Donau-Kreis leistete man sich statistisch betrachtet nur 0,82 öffentlich Beschäftigte je 100 Einwohner (2004). Mit dieser vergleichsweise schlanken Verwaltung kam der Kreis auf Rang 25. Im Bundesdurchschnitt war das Verhältnis fast doppelt so hoch (1,5 Staatsdiener je 100 Einwohner).
Schwächen
- Sehr schwach präsentierte sich der Alb-Donau-Kreis bei den schnell wachsenden Branchen. Nur 4,3 Prozent aller Beschäftigten hatten dort einen Job. Im Schnitt arbeiteten 8,4 Prozent der Beschäftigten in solchen Branchen. Rang 396.
- Mit einem Anteil von 4,1 Prozent hochqualifizierter Beschäftigter landete der Kreis gerade einmal auf Rang 389 im INSM-Ranking und ist Schlusslicht in Baden-Württemberg. Zum Vergleich: Bundesweit hatten im Schnitt 7,5 Prozent der Beschäftigten einen Fachhochschul- oder Hochschulabschluss.
- Unter Bundesniveau lag die Gründungsdynamik im Alb-Donau-Kreis. Der Saldo von Gewerbean- und abmeldungen lag im Jahr 2004 bei 2,5 je 1000 Einwohner. Das reichte nur für Rang 341. Im Bundesdurchschnitt betrug dieser Wert 3,3 je 1.000 Einwohner.
- Die Arbeitskosten waren recht hoch im Alb-Donau-Kreis. Im Jahr 2004 kostete ein Arbeitnehmer im Kreis sein Unternehmen im Schnitt 33.122 Euro. Im Bundesmittel musste ein Unternehmer nur 30.561 Euro je Arbeitskraft ausgeben. Nur Rang 326 für den Alb-Donau-Kreis.
