Das INSM-Regionalranking 2006
Landkreis Waldshut
INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil
Landkreis Waldshut
Gute Ausbildungsplatzdichte, recht schwache Gründungsdynamik
Der Landkreis Waldshut belegt mit 50,8 Punkten Platz 219 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Baden-Württemberg belegt der Landkreis Waldshut Platz 43 unter 44 Kreisen und Stadtkreisen. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Waldshut punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:
Stärken
- Im Landkreis Waldshut haben Jugendliche bessere Chancen auf einen Ausbildungsplatz als anderswo. Im Jahr 2003 kamen hier auf 100 Bewerber statistisch 102,2 angebotene Ausbildungsplätze. Bundesweit waren nur 96,8 Ausbildungsplätze im Angebot. Rang 48.
- Im Kreis Waldshut lag die Arbeitslosenquote im Jahresdurchschnitt 2006 bei 6,3 Prozent. Bundesweit lag Quote bei 12,2 Prozent. Das bedeutet Rang 44 im Vergleich aller Kreise.
- 28,8 Prozent aller Arbeitslosen im Landkreis Waldshut waren im Jahr 2005 langzeitsarbeitslos. Bundesdurchschnitt: 35,4 Prozent. Resultat: Platz 70.
- Im Kreis Waldshut erhielten im vergangenen Jahr nur 2,9 Prozent der Einwohner Arbeitslosengeld II. Im Bundesschnitt lag die Quote der ALG-II-Empfänger bei 6 Prozent. Rang 93.
Schwächen
- Die Kaufkraft lag im Landkreis Waldshut im Jahr 2005 bei recht niedrigen 7.015 Euro. Bundesweit lag die durchschnittliche Bruttolohnsumme am Wohnort je Einwohner bei 8.523 Euro. Rang 370 bundesweit und Schlusslicht in Baden-Württemberg.
- Unter Bundesniveau liegt im Kreis Waldshut das Gründungsgeschehen. Der Saldo aus Gewerbean- und abmeldungen erreichte hier im Jahr 2004 nur einen Wert von 2,4 je 1000 Einwohner. Im Bundesdurchschnitt lag dieser Wert bei 3,3. Daher nur Rang 359.
- Nur 5,1 Prozent aller Beschäftigten im Kreis arbeiteten im Jahr 2005 in schnell wachsenden Branchen. Bundesweit lag der Anteil bei durchschnittlich 8,4 Prozent. Rang 358.
- Schlusslicht in Baden-Württemberg ist der Kreis bei der Altersbeschäftigungsquote. 28,1 Prozent aller Einwohner zwischen 55-65 Jahre im Kreis hatten hier im Jahr 2005 einen Job. Im Schnitt lag der Wert bundesweit bei 29,4 Prozent. Rang 310 im INSM-Regionalvergleich.
