Das INSM-Regionalranking 2006
Landkreis Ortenaukreis
INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil
Ortenaukreis
Viele Arbeitsplätze, recht viel Verwaltung, recht hohe Arbeitskosten
Der Ortenaukreis belegt mit 56,1 Punkten Platz 79 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Baden-Württemberg belegt der Ortenaukreis Platz 27 unter 44 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Ortenaukreis punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:
Stärken
- Sehr gut steht der Ortenaukreis bei der Arbeitsplatzversorgung da: Statistisch hatten hier im Jahr 2005 68,3 Prozent aller Erwerbspersonen zwischen 15 und 65 Jahren einen Job. (Bundesdurchschnitt: 59,2 Prozent) Platz 7 bundesweit.
- Mehr Arbeit als anderswo gibt es hier außerdem für alle Altersklassen: So hatten im Jahr 2005 statistisch 33,8 von 100 Einwohnern im Alter von 55-65 Jahren hier einen Job. Bundesweit liegt die Altersbeschäftigungsquote bei nur 29,4 Prozent. Rang 36 für den Ortenaukreis.
- Recht niedrig ist auch die Arbeitslosenquote: 6,9 Prozent bedeuten Platz 73 im INSM-Ranking. (Bundesschnitt: 12,2 Prozent, 2006).
- Punkten kann der Ortenaukreis beim Demografieindex, einem Sammelindikator, der die Altersstruktur der Bevölkerung, zum Beispiel das Zahlenverhältnis zwischen Jung und Alt heute und in Zukunft beschreibt: Ein Ergebnis von 121,6 Punkten reicht für Platz 89. Bundesdurchschnitt ist ein Wert von 100 Punkten.
Schwächen
- Im Ortenaukreis leisten sich die Gemeinden und Gemeindeverbände verhältnismäßig viele öffentlich Beschäftigte, nämlich statistisch betrachtet 1,96 Staatsdiener je 100 Einwohner (2004). Bundesmittel: 1,5 Staatsdiener. Damit belegt der Kreis bei diesem Indikator nur Rang 369.
- Unter Bundesniveau bewegt sich auch die Gründungsdynamik im Kreis, wie sich am Saldo der Gewerbean- und abmeldungen zeigt. Der Wert im Ortenaukreis lag im Jahr 2004 bei 2,6 je 1.000 Einwohner. Bundesdurchschnitt: 3,3. Rang 333.
- Im Ortenaukreis ist der Anteil der Hochqualifizierten mit 5,1 Prozent recht gering. Bundesweit hatten im Jahr 2005 immerhin 7,5 Prozent der Beschäftigten einen Fachhochschul- oder Hochschulabschluss. Daher nur Rang 321 bei diesem Indikator.
- Die Arbeitskosten im Kreis waren im Jahr 2004 mit 32.687 Euro je Beschäftigtem vergleichsweise hoch. Im Bundesschnitt kostete ein Arbeitnehmer sein Unternehmen 30.561 Euro. Rang 316.
