Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Enzkreis

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Enzkreis

    Platz 1 bei der Sicherheit in Baden-Württemberg

    Der Enzkreis belegt mit 58,8 Punkten Platz 30 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Baden-Württemberg belegt der Enzkreis Platz 11 unter 44 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Enzkreis punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Fast nirgendwo ist es so sicher wie im Enzkreis: 2005 registrierte die Polizei hier 2.870 Straftaten je 100.000 Einwohner. Auf Bundesebene ist die Zahl der Delikte mehr als doppelt so hoch (6.919 Straftaten). Das bedeutet Rang 3 im INSM-Ranking und in Baden-Württemberg sogar die Spitzenposition.
    • Im Enzkreis sind auch viele ältere Menschen noch in Arbeit. 35,8 von 100 Einwohnern im Alter von 55-65 Jahren hatten hier 2005 einen Job. Im Bundesdurchschnitt lag die Altersbeschäftigungsquote nur bei 29,4 Prozent. Mit diesem Wert schafft es der Kreis in die deutschen Top-Ten (Rang 10).
    • Auch insgesamt ist die Versorgung mit Arbeitsplätzen hier hoch: Von allen Erwerbspersonen im Alter von 15-65 hatten hier 2005 67,3 Prozent einen Job. Im Bundesmittel lag die Arbeitsplatzversorgung nur bei 59,2 Prozent. Rang 18.
    • Viel Arbeit im Kreis bedeutet auch wenig Arbeitslosengeld-II-Empfänger. Im Enzkreis sind es nur 1,7 je 100 Einwohner (2005). Mehr als dreimal so hoch ist dieser Wert auf Bundesebene (6 ALG-II-Empfänger je 100 Einwohner). Darum landet der Enzkreis auf Rang 25. In Baden-Württemberg reicht das sogar für Platz 2.

    Schwächen

    • Mit 3,7 Prozent ist im Enzkreis der Anteil der Beschäftigten in schnell wachsenden Branchen gering. Im Bundesmittel liegt die Quote mit 8,4 Prozent mehr als doppelt so hoch. Das reicht gerade einmal für Rang 420.
    • Im Enzkreis war der Anteil der Hochqualifizierten 2005 mit 4,6 Prozent recht niedrig. Zum Vergleich: Auf Bundesebene hatten im Schnitt 7,5 Prozent der Beschäftigten einen Fachhochschul- oder Hochschulabschluss. Rang 354.
    • Bundesweit muss ein Unternehmen für einen Beschäftigten im Schnitt 30.561 Euro bezahlen. Im Enzkreis sind die Arbeitskosten deutlich höher: 33.698 Euro im Jahr 2004. Rang 351.
    • Recht niedrig ist die Gründungsdynamik im Kreis. Der Saldo aus Gewerbean- und abmeldungen lag im Jahr 2004 nur bei 2,5 je 1.000 Einwohner. Schnitt im Bund: 3,3. Ergebnis: Rang 347.