Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Göttingen

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Göttingen

    Viele Hochqualifizierte - wenig öffentliche Investitionen

    Der Landkreis Göttingen belegt mit 47,2 Punkten Platz 297 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Niedersachsen belegt der Landkreis Göttingen Platz 32 unter 46 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Göttingen punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Der Anteil hochqualifizierter Arbeitnehmer im Landkreis Göttingen war 2005 relativ groß. 10,9 Prozent aller Beschäftigten waren Fachhochschul- oder Hochschulabsolventen. Das war der drittbeste Wert in Niedersachsen, im Bund landet der Kreis damit auf Rang 57. Der Bundesdurchschnitt betrug 7,5 Prozent.
    • Das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner lag mit 23.787 Euro nur knapp unter dem Bundesdurchschnitt von 24.805. Damit belegt der Kreis Rang 184.
    • 30,1 Prozent aller Einwohner im Alter zwischen 55 und 65 Jahren gingen 2005 einer Arbeit nach, etwas mehr als der Bundesdurchschnitt bei der Altersbeschäftigungsquote, der bei 29,4 Prozent lag. Rang 185 für den Kreis Göttingen und Platz 14 in Niedersachsen.
    • Statistisch betrachtet belief sich im Kreis Göttingen 2004 die kommunale Verschuldung auf 1.228 Euro je Einwohner. Das bedeutet Platz 29 in Niedersachsen und Rang 188 unter allen 435 Kreisen. Der Bundesschnitt liegt bei 1.438 Euro.

    Schwächen

    • Die kommunale Investitionsquote betrug 2005 durchschnittlich 4,7 Prozent und lag damit deutlich unter dem Bundesschnitt von 13,2 Prozent. Damit rangiert der Landkreis Göttingen weit hinten auf Rang 413. Die Investitionsquote ist definiert als Anteil der kommunalen Ausgaben für Investitionen an den Gesamtausgaben.
    • Der Anteil der sozialversicherungspflichtig und geringfügig Beschäftigten an allen Erwerbspersonen war 2005 relativ gering: Der Kreis kam auf eine Quote von 53,3 Prozent, während der Bundesschnitt bei 59,2 Prozent lag. Der Landkreis Göttingen belegt damit Rang 369.
    • 41,2 Prozent aller Menschen ohne Job im Kreis Göttingen waren 2005 langzeitarbeitlos. Mit dieser hohen Quote kommt der Landkreis auf Rang 340 und liegt deutlich schlechter als der Bundesdurchschnitt von 35,4 Prozent.
    • Die Arbeitskosten sind vergleichsweise hoch: 33.190 Euro kostete 2004 ein Arbeitnehmer im Kreis sein Unternehmen - Rang 327. Der Bundesdurchschnitt betrug 30.561 Euro.