Das INSM-Regionalranking 2006

    Kreisfreie Stadt Kiel

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Kreisfreie Stadt Kiel

    Dreimal Platz 1 in Schleswig-Holstein

    Die kreisfreie Stadt Kiel belegt mit 46,7 Punkten Platz 307 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Schleswig-Holstein belegt Kiel Platz 11 unter 15 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo Kiel punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Rang 51 bundesweit belegt die Stadt Kiel beim Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2004. Mit 35.806 Euro je Einwohner (Bundesdurchschnitt 24.805 Euro je Einwohner) platziert sich Kiel in Schleswig-Holstein damit sogar auf Platz 1.
    • Weit höher als im Bundesmittel war in Kiel im Jahr 2005 auch der Anteil Hochqualifizierter: 10,3 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (Bundesdurchschnitt 7,5 Prozent) haben dort einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss. Rang 70 bundesweit und Platz 1 in Schleswig-Holstein.
    • Vergleichsweise hoch war in Kiel das Einkommen am Arbeitsort 2005. Mit 28.786 Euro je Beschäftigtem lag die Bruttolohnsumme über dem Bundesdurchschnitt von 25.822 Euro. Rang 80 bundesweit und Platz 1 in Schleswig-Holstein.
    • Auch der Anteil der Beschäftigten in schnell wachsenden Branchen kann sich sehen lassen. 2005 arbeiteten dort 11,0 Prozent. Im Bundesdurchschnitt waren es nur 8,4 Prozent. Rang 100.

    Schwächen

    • In Kiel gibt es überdurchschnittlich viele Straftaten: 2005 wurden 14.476 Delikte je 100.000 Einwohner gemeldet. Bundesdurchschnitt: 6.919 Delikte je 100.000 Einwohner. Damit landet Kiel auf Rang 431 im INSM-Ranking.
    • Hinten liegt Kiel auch bei der kommunalen Investitionsquote. Sie lag im Jahr 2005 nur bei 7,1 Prozent der kommunalen Gesamtausgaben (Schnitt Bund: 13,2 Prozent). Rang 365.
    • Relativ hoch im Vergleich zum Bundesmittel (6 je 100 Einwohner) ist in Kiel der Anteil von Arbeitslosengeld-II-Empfängern. Im Jahr 2005 kamen statistisch betrachtet 10,8 Bezieher von Arbeitslosengeld II auf 100 Einwohner. Nur Rang 387 für Kiel.
    • In Kiel leistet man sich vergleichsweise viele öffentlich Beschäftigte. Auf 100 Einwohner kamen im Jahr 2004 statistisch 1,83 Staatsdiener. Bundesschnitt: 1,5 je 100 Einwohner. Rang 349 bundesweit und letzter Platz in Schleswig-Holstein.