Das INSM-Regionalranking 2006
Landkreis Rhein-Neckar-Kreis
INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil
Rhein-Neckar-Kreis
In Baden-Württemberg die meisten Jobs in Wachstumsbranchen
Der Rhein-Neckar-Kreis belegt mit 58,3 Punkten Platz 35 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und Stadtkreisen im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Baden-Württemberg belegt der Rhein-Neckar-Kreis Platz 14 unter 44 Kreisen und Stadtkreisen. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Rhein-Neckar-Kreis punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:
Stärken
- Nirgendwo sonst in Baden-Württemberg sind so viele Menschen in schnell wachsenden Branchen beschäftigt wie im Rhein-Neckar-Kreis, nämlich 16,9 Prozent. Zum Vergleich: Bundesweit lag dieser Wert im Jahr 2005 im Schnitt bei 8,4 Prozent. Rang 15 bundesweit und Platz 1 in Baden-Württemberg.
- Der Anteil der Beschäftigten mit Fachhochschul- oder Hochschulabschluss war im Rhein-Neckar-Kreis im Jahr 2005 mit 13 Prozent sehr hoch. Im Bundesmittel lag der Anteil der Hochqualifizierten nur bei 7,5 Prozent. Rang 34 im INSM-Ranking.
- Hoch ist im Rhein-Neckar-Kreis die Einkommensteuerkraft. Je Einwohner betrug der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer im Jahr 2004 333 Euro (Bundesdurchschnitt: 216 Euro). Ergebnis: Rang 37.
- Mit 10.467 Euro je Einwohner war im Jahr 2005 auch die Kaufkraft im Rhein-Neckar-Kreis deutlich höher als im Bundesmittel (8.523 Euro je Einwohner). Damit erreicht der Kreis Platz 38 im Gesamtvergleich.
Schwächen
- Vergleichsweise hoch sind im Rhein-Neckar-Kreis vor die Arbeitskosten: 35.390 Euro kostete ein Arbeitnehmer im Kreis sein Unternehmen im Schnitt des Jahres 2004. Im Bundesmittel muss ein Unternehmen nur 30.561 Euro je Beschäftigtem zahlen. Rang 388.
- Das spiegelt sich auch beim Saldo aus Gewerbean- und abmeldungen wider: Der Wert lag im Jahr 2004 bei 2,5 je 1.000 Einwohner im Rhein-Neckar-Kreis. Im Bundesdurchschnitt lag der Saldo bei 3,3 je 1.000 Einwohner. Das bedeutet Platz 348.
- Leicht unter Bundesniveau liegt die kommunale Investitionsquote: Nur 12,6 Prozent betrug der Investitionsanteil an den kommunalen Gesamtausgaben im Jahr 2005 (Bundesdurchschnitt: 13,2 Prozent). Damit landet der Rhein-Neckar-Kreis Rang 222.
- 34,1 Prozent aller Arbeitslosen im Kreis zählen zur Gruppe der Langzeitarbeitslosen. Damit liegt der Rhein-Neckar-Kreis zwar noch leicht über dem Bundesmittel (35,4 Prozent) und erreicht Rang 203 im INSM-Bundesvergleich. In Baden-Württemberg kommt der Kreis mit dieser Quote aber nur auf Rang 41 unter 44 Kreisen und Stadtkreisen.
