Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Neckar-Odenwald-Kreis

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Neckar-Odenwald-Kreis

    Viel Sicherheit, recht viele Lehrstellen, viele Langzeitsarbeitslose

    Der Neckar-Odenwald-Kreis belegt mit 53,6 Punkten Platz 132 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Baden-Württemberg belegt der Neckar-Odenwald-Kreis Platz 37 unter 44 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Neckar-Odenwald-Kreis punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Im Neckar-Odenwald-Kreis lebt es sich vergleichsweise sicher: Je 100.000 Einwohner registrierte die Polizei hier in 2005 nur 3.666 Straftaten. Damit steht der Neckar-Odenwald-Kreis im Bundesvergleich sehr gut da, dort sind es 6.919 Delikte. Rang 31.
    • Bei den kommunalen Investitionen punktet der Neckar-Odenwald-Kreis mit einer Investitionsquote von 16,4 Prozent der öffentlichen Gesamtausgaben im Jahr 2005. Damit belegt der Kreis Rang 137 im INSM-Vergleich (Schnitt im Bund: 13,2 Prozent).
    • Niedrig ist mit 2,8 je 100 Einwohner (2005) der Anteil der Arbeitslosengeld-II-Empfänger im Landkreis. Die Quote lag im Bundesmittel deutlich höher (6 je 100 Einwohner). Rang 87 für den Neckar-Odenwald-Kreis.
    • Lehrstellenbewerber finden im Neckar-Odenwald-Kreis ein gutes Ausbildungsplatzangebot: Auf 100 Bewerber kamen hier statistisch 100,7 Ausbildungsplätze (2003). Auf Bundesebene waren es nur 96,8 Lehrstellen je 100 Nachfrager. Rang 96 bei der Ausbildungsplatzdichte.

    Schwächen

    • Niedrig ist im Neckar-Odenwald-Kreis der Anteil Hochqualifizierter. Nur 4,4 Prozent aller Beschäftigten hatten 2005 dort einen Fachhochschul- oder Hochschulabschluss. Bundesweit waren es 7,5 Prozent aller Beschäftigten. Im Bundesvergleich reicht das nur für Rang 367, und Vorletzter in Baden-Württemberg.
    • Vergleichsweise niedrig ist im Neckar-Odenwald-Kreis auch der Saldo aus Gewerbean- und abmeldungen. Im Jahr 2004 wurden, bezogen auf 1.000 Einwohner, 2,7 Unternehmen mehr gegründet als aufgegeben werden mussten (Bundesmittel: 3,3). Rang 310.
    • Mit 6,1 Prozent sind im Neckar-Odenwald-Kreis vergleichsweise wenig Menschen in schnell wachsenden Branchen beschäftigt. Bundesweit sind es 8,4 Prozent aller Arbeitnehmer. Das reicht nur für Rang 292.
    • 37,3 Prozent aller Arbeitslosen waren 2005 im Neckar-Odenwald-Kreis langzeitarbeitslos. Im Bundesvergleich (Schnitt: 35,4 Prozent) landet der Kreis auf Rang 270, in Baden-Württemberg auf dem letzten Platz.