Das INSM-Regionalranking 2006

    Stadtkreis Heidelberg

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Stadtkreis Heidelberg

    Sehr viele Hochqualifizierte, schlechte Arbeitsplatzversorgung

    Der Stadtkreis Heidelberg belegt mit 52,6 Punkten Platz 156 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Baden-Württemberg belegt der Stadtkreis Heidelberg Platz 41 unter 44 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Stadtkreis Heidelberg punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Mit 18 Prozent lag der Anteil der Hochqualifizierten 2005 in Heidelberg weit über dem Durchschnittsniveau im Bund. Dort hatten nur rund 7,5 Prozent aller Beschäftigten einen Fachhochschul- oder Hochschulabschluss. Damit schafft Heidelberg es bis auf Rang 9 im bundesweiten Vergleich und auf Platz 2 in Baden-Württemberg.
    • Heidelberg trägt kräftig zum Bruttoinlandsprodukt bei: Je Einwohner wurden hier im Jahr 2004 Waren und Dienstleistungen im Wert von 41.469 Euro erwirtschaftet. Im Bundesmittel beträgt das BIP 24.805 Euro je Einwohner. Rang 33.
    • Während es auf Bundesebene weniger Lehrstellen gibt als Bewerber (96,8 Lehrstellen für 100 Nachfrager), gab es im Stadtkreis Heidelberg 2003 ein Überangebot: Hier standen 102,2 Ausbildungsplätze für je 100 Jugendliche zur Verfügung. Diese vergleichsweise gute Ausbildungsplatzdichte bringt Rang 48.
    • Überdurchschnittlich schneidet der Stadtkreis Heidelberg bei den Einkommen ab: Die Bruttolohnsumme am Arbeitsort je Beschäftigtem belief sich im Jahr 2005 auf 29.670 Euro. Im Bundesmittel lag das Einkommen nur bei 25.822 Euro. Rang 57.

    Schwächen

    • Nirgendwo sonst in Baden-Württemberg ist die Arbeitsplatzversorgung schlechter als im Stadtkreis Heidelberg. Nur 48,5 Prozent aller Erwerbspersonen hatten hier im Jahr 2005 einen Job. Bundesdurchschnitt: 59,2 Prozent. Rang 428.
    • Der Saldo der Gewerbean- und abmeldungen war in Heidelberg im Jahr 2004 mit 1,7 neuen Unternehmen je 1.000 Einwohnern niedrig (Schnitt im Bund: 3,3 je 1.000). Rang 422 im INSM Regional-Ranking, Schlusslicht im Ländle.
    • Ebenfalls mager ist im Stadtkreis Heidelberg die kommunale Investitionsquote (Rang 386): Nur 6,3 Prozent betrug der Investitionsanteil an den kommunalen Gesamtausgaben im Jahr 2005. Im Bundesdurchschnitt waren es 13,2 Prozent.
    • Der Stadtkreis Heidelberg ist ein vergleichsweise unsicheres Pflaster: Während bundesweit 2005 6.919 Straftaten je 100.000 Einwohner gemeldet wurden, registrierte die Polizei in Heidelberg im Schnitt eine Quote von 9.727 Delikten. Rang 369.