Das INSM-Regionalranking 2006
Landkreis Karlsruhe
INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil
Landkreis Karlsruhe
Hohe Produktivität, für Baden-Württemberg recht viele Langzeitarbeitslose
Der Landkreis Karlsruhe belegt mit 58,5 Punkten Platz 33 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Baden-Württemberg belegt der Landkreis Karlsruhe Platz 12 unter 44 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Karlsruhe punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:
Stärken
- Im Kreis Karlsruhe verfügen die Menschen über eine hohe Kaufkraft: Die Bruttolohnsumme am Wohnort lag hier 2005 bei 10.393 Euro je Einwohner. Der Bundesdurchschnitt lag nur bei 8.523 Euro. Das bedeutet Rang 41 im INSM-Regionalranking.
- Die Produktivität der Wirtschaft erreicht im Landkreis Karlsruhe ein sehr hohes Niveau von 62.702 Euro pro Beschäftigtem (2004). Im Bundesmittel erbrachte ein Erwerbstätiger eine Wirtschaftsleistung von 53.331 Euro. Für den Kreis Karlsruhe bringt das Rang 42 im Regional-Vergleich der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.
- Erfreulich für den Kreis Karlsruhe: Hier ist auch die Einkommensteuerkraft hoch. Der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer belief sich im Jahr 2004 auf 321 Euro je Einwohner. Rang 46. (Bundesdurchschnitt: 216 Euro je Einwohner)
- Mit Rang 52 schneidet der Landkreis gut ab bei älteren Erwerbstätigen. Im Schnitt hatten hier 2005 33 Prozent aller Einwohner im Alter von 55-65 Jahren einen Job. Bundesweit lag diese Altersbeschäftigungsquote bei nur 29,4 Prozent.
Schwächen
- 100 Bewerber fanden im Kreis Karlsruhe im Jahr 2003 statistisch betrachtet ein Angebot von 99,7 Stellen vor. Damit liegt der Kreis über dem Bundesdurchschnitt (96,8 Prozent) und erreicht Rang 141. Allerdings erreicht er im florierenden Baden-Württemberg damit nur Platz 38 von 44 Kreisen und Stadtkreisen.
- Recht hoch sind die Arbeitskosten im Kreis Karlsruhe: Sie beliefen sich im Jahr 2004 auf 34.865 Euro. Bundesweit kostet ein Arbeitnehmer sein Unternehmen im Schnitt nur 30.561 Euro. Rang 378.
- Geringer als anderswo ist im Kreis die Gründungsdynamik. Der Saldo aus Gewerbean- und abmeldungen liegt im Kreis Karlsruhe nur bei 2,8 je 1.000 Einwohner (2004). Damit belegt der Landkreis bundesweit nur Rang 294, dort liegt der Schnitt bei immerhin 3,3.
- Fast jeder dritte Arbeitslose im Kreis Karlsruhe war 2005 langzeitsarbeitslos (32,4 Prozent). Das war etwas weniger als im Bundesmittel (35,4 Prozent) und bringt im INSM-Bundesvergleich Rang 152. In Baden-Württemberg hingegen nur Platz 34 von 44.
