Das INSM-Regionalranking 2006

    Stadtkreis Karlsruhe

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Stadtkreis Karlsruhe

    Hohe Wirtschaftsleistung, viel Verwaltung, viele Straftaten

    Der Stadtkreis Karlsruhe belegt mit 55,8 Punkten Platz 85 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Baden-Württemberg belegt der Stadtkreis Karlsruhe Platz 28 unter 44 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Stadtkreis Karlsruhe punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Der Stadtkreis Karlsruhe trägt in beträchtlichem Umfang zum Bruttoinlandsprodukt bei: Im Jahr 2004 wurden hier je Einwohner Waren und Dienstleistungen im Wert von 46.727 Euro erwirtschaftet. Das bedeutet Rang 19 im INSM-Regionalranking. (Schnitt im Bund: 24.805 Euro)
    • Zukunftsorientierte Wirtschaft: Im Stadtkreis Karsruhe arbeiteten im vergangenen Jahr 15,8 Prozent aller Beschäftigten in schnell wachsenden Branchen. Bundesweit sind im Schnitt nur 8,4 Prozent der Menschen in solchen Boom-Branchen angestellt. Ergebnis: Rang 20 bundesweit und Platz 3 im eigenen Bundesland.
    • Die Beschäftigten im Stadtkreis Karlsruhe sind überdurchschnittlich gebildet, 13,7 Prozent hatten hier 2005 einen Fachhochschul- oder Hochschulabschluss. Zum Vergleich: Bundesweit lag der Anteil der Hochqualifizierten nur bei 7,5 Prozent. Rang 27.
    • Überdurchschnittlich hoch ist mit einer durchschnittlichen Bruttolohnsumme am Arbeitsort von 30.997 Euro das Einkommen in Karlsruhe (2005). Der Stadtkreis landet damit auf Rang 35 im bundesweiten Vergleich. Dort verdienen die Menschen im Schnitt deutlich weniger, nämlich nur 25.822 Euro.

    Schwächen

    • Die Arbeitskosten im Stadtkreis Karlsruhe lagen mit 36.089 Euro im Jahr 2004 weit über dem Bundesmittel (30.561). Das ist aus Unternehmenssicht ein möglicher Standortnachteil und beschert Karlsruhe Rang 398.
    • Statistisch kommen im Stadtkreis Karlsruhe 2,15 öffentlich Beschäftigte (2004) auf 100 Einwohner. Bundesweit liegt dieser Wert im Schnitt bei nur 1,5 Staatsdienern. Rang 390.
    • Im Vergleich mit anderen Kreisen ist Karlsruhe ein ziemlich unsicheres Pflaster: Bundesweit wurden 2005 6.919 Straftaten je 100.000 Einwohner begangen. In Karsruhe waren es 10.718 Delikte. Das reicht nur für Rang 389.
    • Nur Rang 378 erreicht Karlsruhe bei der kommunalen Investitionsquote. Diese lag im Jahr 2005 nur bei 6,6 Prozent der kommunalen Gesamtausgaben (Schnitt Bund: 13,2 Prozent).