Das INSM-Regionalranking 2006

    Stadtkreis Baden-Baden

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Stadtkreis Baden-Baden

    Hohes Bruttoinlandsprodukt, weniger günstige Altersstruktur

    Der Stadtkreis Baden-Baden belegt mit 54,5 Punkten Platz 118 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Baden-Württemberg belegt der Stadtkreis Baden-Baden Platz 34 unter 44 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Stadtkreis Baden-Baden punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Der Stadtkreis Baden-Baden trägt kräftig zum Bruttoinlandsprodukt bei. Im Jahr 2004 wurden hier je Einwohner Waren und Dienstleistungen im Wert von 41.187 Euro erwirtschaftet. Der Lohn: Rang 34 im Regionalranking. Im Bundesmittel liegt das BIP bei 24.805 Euro je Einwohner.
    • Hoch ist im Stadtkreis Baden-Baden auch die Einkommensteuerkraft. Der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer belief sich hier im Jahr 2004 auf 327 Euro je Einwohner. Im Bundesschnitt sind es 216 Euro. Rang 39.
    • Beim Saldo der Gewerbean- und -abmeldungen sieht die Lage nirgendwo in Baden-Württemberg so günstig aus wie im Stadtkreis Baden-Baden. Der Saldo lag im Jahr 2004 bei 4,3 je 1.000 Einwohner. Bundesmittel: 3,3. Rang 79 bundesweit und Sieger im eigenen Bundesland.
    • Ausbildungsplatzdichte: Statistisch kamen im Jahr 2003 im Stadtkreis 100,9 Ausbildungsplätze auf 100 Nachfrager. Bundesweit waren 96,8 Lehrstellen im Angebot. Rang 89.

    Schwächen

    • Im Stadtkreis Baden-Baden leistet man sich je 100 Einwohner im Schnitt 2,42 öffentlich Beschäftigte (2004). Im Bundesmittel sind es 1,5 Staatsdiener. Daher Rang 403.
    • Nur mäßig schneidet der Stadtkreis Baden-Baden beim Demografieindex ab. Baden-Baden erreicht nur 64,5 Punkte (Schnitt im Bund: 100 Punkte) bei diesem Sammelindikator, der unter anderem das Verhältnis von Jung und Alt heute und in Zukunft abbildet. Insgesamt nur Rang 392 im bundesweiten Regional-Vergleich und Schlusslicht in Baden-Württemberg.
    • Hinten liegt der Stadtkreis Baden-Baden auch bei der kommunalen Investitionsquote. Diese lag im Jahr 2005 bei 7,2 Prozent der kommunalen Gesamtausgaben. Im Bundesmittel sind es 13,2 Prozent. Das reicht nur für Rang 363.
    • Der Stadtkreis Baden-Baden ist ein vergleichsweise unsicheres Pflaster. Im Jahr 2005 registrierte die Polizei hier 7.628 Straftaten je 100.000 Einwohner. Damit landet die Stadt auf Rang 295, im Bundesdurchschnitt sind es nur 6.919 Delikte.