Das INSM-Regionalranking 2006
Landkreis Ostalbkreis
INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil
Ostalbkreis
Wenig Kriminalität, recht hohe Einkommen, hohe Arbeitskosten
Der Ostalbkreis belegt mit 56,3 Punkten Platz 70 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Baden-Württemberg belegt der Ostalbkreis Platz 26 unter 44 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Ostalbkreis punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:
Stärken
- Im Ostalbkreis lebt es sich vergleichsweise sicher: 3.863 Straftaten je 100.000 Einwohner registrierte die Polizei hier im Jahr 2005. Das bedeutet Rang 39 im INSM-Ranking, im Bundesmittel lag die Quote der Delikte mit 6.919 Straftaten deutlich höher.
- Über Bundesniveau liegt im Ostalbkreis das Durchschnitts-Einkommen: Eine Bruttolohnsumme am Arbeitsort von 29.472 Euro je Beschäftigtem (2005) liegt deutlich über dem Vergleichswert von 25.822 Euro. Rang 63.
- Beim Demografieindex, einem Mischindikator, der unter anderem das Verhältnis von Alt und Jung heute und in Zukunft abbildet, kann der Ostalbkreis punkten: Mit einem Wert von 125,9 belegt der Kreis Rang 66. (Schnitt im Bund: 100 Punkte)
- Auf Platz 77 landet der Ostalbkreis bei der Kaufkraft. Die Bruttolohnsumme am Wohnort je Einwohner belief sich im Jahr 2005 auf 9.924 Euro - weit mehr als im Bundesdurchschnitt (8.523 Euro).
Schwächen
- Die mit 35.111 Euro (2004) vergleichsweise hohen Arbeitskosten im Ostalbkreis liegen deutlich über dem Bundesmittel. Bundesweit kostete ein Arbeitnehmer sein Unternehmen im Schnitt nur 30.561 Euro. Rang 385.
- Die Gemeinden und Gemeindeverbände im Ostalbkreis leisteten sich im Jahr 2004 statistisch 1,78 öffentlich Beschäftigte je 100 Einwohner. Im Bundesmittel waren es 1,5 Staatsdiener. Rang 340.
- Nur Rang 307 erreicht der Ostalbkreis bei den schnell wachsenden Branchen. Hier waren im Jahr 2005 nur 5,9 Prozent aller Arbeitnehmer beschäftigt. Zum Vergleich: Im Bundesdurchschnitt lag der Anteil bei 8,4 Prozent.
- Ungünstig stellte sich der Saldo der Gewerbean- und abmeldungen dar: Er lag im Jahr 2004 bei 2,8 je 1.000 Einwohner. Bundesdurchschnitt: 3,3. Damit landet der Ostalbkreis nur auf Rang 303.
