Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Main-Tauber-Kreis

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Main-Tauber-Kreis

    Viel Arbeit, wenig Jobs in Wachstumsbranchen

    Der Main-Tauber-Kreis belegt mit 53,9 Punkten Platz 124 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Baden-Württemberg belegt der Main-Tauber-Kreis Platz 35 unter 44 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Main-Tauber-Kreis punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Im Main-Tauber-Kreis tragen vergleichsweise viele ältere Menschen zur Wertschöpfung bei: 33,6 je 100 Einwohner im Alter von 55-65 Jahren hatten hier 2005 einen Job. Im bundesweiten Vergleich lag die Altersbeschäftigungsquote nur bei 29,4 je 100 Einwohnern. Rang 37.
    • Gut sieht es auch mit der Arbeitsplatzversorgung insgesamt aus: 64,9 Prozent aller Erwerbspersonen zwischen 15 und 65 hatten hier im Jahr 2005 einen Job. Damit landet der Main-Tauber-Kreis auf Rang 54. (Bundesdurchschnitt: 59,2 Prozent).
    • Im Main-Tauber-Kreis lebt es sich vergleichsweise sicher: Rang 68 belegt der Kreis bei den gemeldeten Straftaten (4.226 je 100.000 Einwohner). Bundesweit registriert die Polizei im Schnitt eine Quote von 6.919 Delikten (2005).
    • Die kommunale Investitionsquote liegt im Main-Tauber-Kreis mit 23,7 Prozent im Jahr 2005 deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Dort beträgt die Quote nur 13,2 Prozent der öffentlichen Gesamtausgaben. Rang 14.

    Schwächen

    • Nur auf Rang 398 landet der Main-Tauber-Kreis bei den schnell wachsenden Branchen. In 2005 waren nur 4,3 Prozent aller Angestellten dort beschäftigt. Zum Vergleich: Bundesweit sind es 8,4 Prozent der Beschäftigten.
    • Der Anteil der Hochqualifizierten lag 2005 im Main-Tauber-Kreis bei nur 5,2 Prozent. Das ist unter dem Bundesdurchschnitt. Dort hatten immerhin 7,5 Prozent aller Beschäftigten einen Fachhochschul- oder Hochschulabschluss. Nur Rang 314.
    • Im Main-Tauber-Kreis leisten sich die Gemeinden und Gemeindeverbände statistisch gesehen 1,6 öffentlich Beschäftigte je 100 Einwohner (2004). Im Bundesmittel sind es 1,5 Staatsdiener je 100 Einwohner. Rang 301.
    • Mit einer Produktivität von 51.203 Euro je Erwerbstätigem im Jahr 2004 landet der Main-Tauber-Kreis nur auf Rang 260. Im Bundesmittel erbringt ein Erwerbstätiger eine Wirtschaftsleistung von 53.331 Euro.