Das INSM-Regionalranking 2006

    Kreisfreie Stadt Wolfsburg

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Kreisfreie Stadt Wolfsburg

    Die Autostadt ist Spitze in Niedersachsen

    Die kreisfreie Stadt Wolfsburg belegt mit 58,0 Punkten Platz 39 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Niedersachsen belegt Wolfsburg Platz 1 unter 46 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo Wolfsburg punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Top ist die VW-Stadt in Sachen Einkommen: 37.043 Euro betrug die Bruttolohnsumme am Arbeitsort je Beschäftigtem im Jahr 2005 - das bedeutet Rang 2 im Bundesvergleich und die Spitzenposition in Niedersachsen. Im Bundesdurchschnitt lag das Einkommen bei 25.822 Euro je Beschäftigtem.
    • Zur Spitzengruppe zählt Wolfsburg auch bei der Kaufkraft: Die Bruttolohnsumme am Wohnort je Einwohner lag mit 11.591 Euro im vergangenen Jahr deutlich über dem Bundesdurchschnitt (8.523 Euro) und sichert der Stadt Rang 14. Auch hier ist Wolfsburg in Niedersachsen Tabellenführer.
    • Punkten kann Wolfsburg auch mit der Produktivität seiner Wirtschaft: Das Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigem lag 2004 bei 66.592 Euro. Damit schafft es die Stadt auf Platz 23 und auf Platz 1 in Niedersachsen. Im Bundesdurchschnitt lag die Produktivität bei 53.331 Euro.
    • Weit überdurchschnittlich ist auch der Anteil Hochquailifizierter in Wolfsburg: 2005 hatten 11,8 Prozent der Beschäftigten einen Fachhochschul- oder Hochschulabschluss in der Tasche. Rang 51 im Bund, Platz 2 in Niedersachsen.

    Schwächen

    • Schlusslicht im Ranking ist die VW-Stadt dagegen bei den Arbeitskosten: 47.228 Euro kostete ein Arbeitnehmer sein Unternehmen im Jahr 2004. Im Bundesdurchschnitt waren es 30.561 Euro.
    • Nachholbedarf hat Wolfsburg auch bei der Verwaltung: Auf 100 Einwohner kamen 2004 statistisch betrachtet 2,92 Staatsdiener (Bundesdurchschnitt 1,5). Rang 418 im Ranking, Platz 45 in Niedersachsen.
    • Vergleichsweise niedrig ist die Gründungsdynamik in der Stadt: Der Saldo aus Gewerbean- und abmeldungen lag 2004 bei 2,1 je 1.000 Einwohner und damit deutlich unter dem Bundesdurchschnitt (3,3). Nur Rang 388 für Wolfsburg.
    • Mit 8.759 gemeldeten Straftaten je 100.000 Einwohner (2005) landet die Stadt in dieser Kategorie weit hinten auf Rang 335. Zum Vergleich: Im Bundesdurchschnitt wurden je 100.000 Einwohner 6.919 Delikte gemeldet.