Das INSM-Regionalranking 2006
Landkreis Mainz-Bingen
INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil
Landkreis Mainz-Bingen
Beste Kaufkraft und zweitbeste Altersstruktur in Rheinland-Pfalz
Der Landkreis Mainz-Bingen belegt mit 58,5 Punkten Platz 32 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Rheinland-Pfalz belegt der Landkreis Mainz-Bingen Platz 1 unter 36 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Mainz-Bingen punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:
Stärken
- Stark ist der Kreis Mainz-Bingen bei der Kaufkraft. Diese lag dort im Jahr 2005 bei 11.323 Euro je Einwohner. Im Bundesdurchschnitt belief sich die Bruttolohnsumme am Wohnort je Einwohner lediglich auf 8.523 Euro. Rang 19 bundesweit und Spitze in Rheinland-Pfalz.
- Punkten kann der Kreis Mainz-Bingen zudem beim Demografieindex, einem Sammelindikator, der die Altersstruktur der Bevölkerung, zum Beispiel das Zahlenverhältnis zwischen Jung und Alt heute und in Zukunft, beschreibt: 123,4 Punkte (Bundesdurchschnitt 100). Rang 78 bundesweit, Platz 2 in Rheinland-Pfalz.
- Mit einer Produktivität von 58.778 Euro pro Erwerbstätigem (2004) kommt der der Kreis Mainz-Bingen auf Platz 3 in Rheinland-Pfalz und auf Rang 81 im Bundesvergleich. Im Bundesmittel erbrachte jeder Erwerbstätige eine Wirtschaftsleistung von 53.331 Euro
- Ordentlich schneidet der Kreis Mainz-Bingen mit Rang 90 auch beim Indikator Arbeitsplatzversorgung ab: 63,7 Prozent aller Erwerbspersonen zwischen 15 und 65 hatten im Jahr 2005 einen Job. Im Bundesschnitt waren es nur 59,2 Prozent. Rang 90 im Bundesvergleich und der dritte Platz in Rheinland-Pfalz.
Schwächen
- Hoch sind im Kreis Mainz-Bingen die Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände: Mit rechnerisch 1.853 Euro steht jeder Einwohner in der Kreide (2004). Der entsprechende Wert im Bundesdurchschnitt liegt bei 1.438 Euro. Rang 342 im INSM-Ranking. Innerhalb von Rheinland-Pfalz steht der Kreis damit aber noch vergleichsweise gut da: Platz 11.
- Relativ hoch und damit aus Unternehmenssicht ein möglicher Standortnachteil sind im Kreis Mainz-Bingen die Arbeitskosten. Diese lagen im Jahr 2004 bei 32.643 Euro. Damit kostet ein Arbeitnehmer im Kreis sein Unternehmen deutlich mehr als im Bundesdurchschnitt (30.561 Euro). Das bringt Rang 314.
- Unterdurchschnittlich ist im Kreis Mainz-Bingen der Anteil Beschäftigter in schnell wachsenden Branchen: Nur 7,5 Prozent (Bundesschnitt: 8,4 Prozent) aller Beschäftigten waren dort im Jahr 2005 tätig. Rang 214. In Rheinland-Pfalz reicht das aber für einen Mittelfeld-Platz
