Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Südliche Weinstraße

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Südliche Weinstraße

    Schlanke Verwaltung, wenig Jobs in Wachstumsbranchen

    Der Landkreis Südliche Weinstraße belegt mit 54,1 Punkten Platz 122 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Rheinland-Pfalz belegt der Landkreis Südliche Weinstraße Platz 7 unter 36 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Südliche Weinstraße punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Schlanke Verwaltung: Statistisch kommen auf 100 Einwohner 0,89 öffentlich Beschäftigte (2004). Im Bundesdurchschnitt sind es 1,5 öffentlich Beschäftigte. Rang 38 bundesweit und Platz 4 in Rheinland-Pfalz.
    • Relativ gering ist im Landkreis Südliche Weinstraße die Arbeitslosenquote. Diese liegt mit 6,7 Prozent weit unter dem Bundesdurchschnitt von 12,2 Prozent (Jahresdurchschnitt 2006). Rang 68 im INSM-Ranking und Platz 6 in Rheinland-Pfalz.
    • Vergleichsweise niedrig ist im Landkreis Südliche Weinstraße der Anteil der Arbeitslosengeld-II-Empfänger: Nur 2,4 je 100 Einwohner bezogen im Jahr 2005 Arbeitslosengeld II. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 6 Prozent. Rang 60 im Bund, Platz 4 in Rheinland-Pfalz.
    • Außerdem gibt es vergleichsweise wenig Langzeitarbeitslose im Landkreis Südliche Weinstraße. Der Anteil der Langzeitarbeitslosen an den Arbeitslosen lag bei 30,5 Prozent. Im Bundesdurchschnitt sind es hingegen 35,4 Prozent. Rang 106.

    Schwächen

    • Unterdurchschnittlich ist im Kreis Südliche Weinstraße der Anteil der Beschäftigten in schnell wachsenden Branchen: Nur 4,6 Prozent (Bundesschnitt: 8,4 Prozent) aller Beschäftigten waren dort tätig. Rang 385.
    • Nur auf Rang 354 kommt der Kreis Südliche Weinstraße beim Bruttoinlandsprodukt. 17.317 Euro wurden hier je Einwohner im Jahr 2004 erwirtschaftet. Bundesschnitt: 24.805 Euro.
    • Niedriger als im Bundesmittel (7,5 Prozent) ist im Kreis Südliche Weinstraße auch der Anteil Hochqualifizierter: Nur 4,8 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten hatten dort im Jahr 2005 einen Universitäts- oder Fachhochschulabschluss. Rang 343.
    • Leicht über Bundesniveau liegen im Kreis Südliche Weinstraße die Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände: Statistisch steht jeder Einwohner mit 1.500 Euro in der Kreide (2004). Bundesdurchschnitt: 1.438 Euro. Rang 280 im Bund, aber immerhin noch Platz 10 in Rheinland-Pfalz.