Das INSM-Regionalranking 2006
Landkreis Kaiserslautern
INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil
Landkreis Kaiserslautern
Schlanke Verwaltung, weniger gute Gründungsdynamik
Der Landkreis Kaiserslautern belegt mit 51,8 Punkten Platz 192 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Rheinland-Pfalz belegt der Landkreis Kaiserslautern Platz 19 unter 36 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Kaiserslautern punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:
Stärken
- Statistisch gesehen kommen im Landkreis Kaiserslautern auf 100 Einwohner nur 0,98 öffentlich Beschäftigte (2004). Im Bundesdurchschnitt sind es 1,5 öffentlich Beschäftigte. Rang 70 bundesweit und Platz 1 in Rheinland-Pfalz.
- Niedrig und damit aus Unternehmenssicht ein mögliches Standort-Plus sind im Landkreis Kaiserslautern die Arbeitskosten. Sie lagen im Jahr 2004 bei 27.362 Euro. Damit kostet rechnerisch ein Arbeitnehmer im Kreis sein Unternehmen deutlich weniger als im Bundesdurchschnitt (30.561 Euro). Das bringt Rang 109.
- Relativ gering fällt im Landkreis Kaiserslautern der Anteil der arbeitslos gemeldeten Personen aus. Die Arbeitslosenquote lag im Jahresdurchschnitt 2006 mit 8,3 Prozent deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 12,2 Prozent. Rang 116.
- Vergleichsweise wenig Langzeitarbeitslose gibt es im Landkreis Kaiserslautern. So lag der Anteil der Langzeitarbeitslosen an den Arbeitslosen bei 31 Prozent (2005). Im Bundesdurchschnitt sind es hingegen 35,4 Prozent. Rang 120 im INSM-Ranking.
Schwächen
- Nur auf Rang 428 kommt der Landkreis Kaiserslautern beim Bruttoinlandsprodukt. Die Wirtschaftsleistung je Einwohner im Kreis lag im Jahr 2004 bei 13.703 Euro. Bundesschnitt: 24.805 Euro.
- Ungünstig stellte sich im Jahr 2004 der Saldo aus Gewerbean- und abmeldungen dar. Er lag bei 1,8 je 1.000 Einwohner (Bundesdurchschnitt 3,3). Damit landet der Landkreis Kaiserslautern nur auf Rang 415 im INSM-Ranking.
- Unterdurchschnittlich ist im Landkreis Kaiserslautern der Anteil Beschäftigter in schnell wachsenden Branchen: Nur 4,2 Prozent (Bundesschnitt: 8,4 Prozent) aller Beschäftigten waren 2005 dort tätig. Rang 407.
- Unter Bundesdurchschnitt (7,5 Prozent, 2005) liegt im Landkreis Kaiserslautern zudem der Anteil Hochqualifizierter: Nur 3,8 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten haben einen Fachhochschul- bzw. Hochschulabschluss. Rang 404.
