Das INSM-Regionalranking 2006
Landkreis Germersheim
INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil
Landkreis Germersheim
Niedrige Schulden, hohe Arbeitskosten
Der Landkreis Germersheim belegt mit 57 Punkten Platz 57 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Rheinland-Pfalz belegt der Landkreis Germersheim Platz 2 unter 36 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Germersheim punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:
Stärken
- Besser als im Durchschnitt ist die Verschuldung der Gemeinden und Gemeindeverbände im Landkreis Germersheim. Jeder Einwohner steht dort rechnerisch nur mit 839 Euro in der Kreide (2004). Im Bundesmittel sind es 1.438 Euro. Rang 53 bundesweit und Spitzenwert in Rheinland-Pfalz.
- Gut schneidet der Kreis Germersheim mit Rang 72 auch beim Indikator Arbeitsplatzversorgung ab: 64,3 Prozent aller Erwerbspersonen zwischen 15 und 65 hatten im Jahr 2005 statistisch gesehen einen Job. Im Bundesschnitt waren es nur 59,2 Prozent. Platz 2 in Rheinland-Pfalz.
- Mit einer Bruttolohnsumme am Arbeitsort von 29.679 Euro je Beschäftigtem (2005) kommt der Kreis Germersheim im Bundesvergleich auf Rang 56, in Rheinland-Pfalz auf Rang 3. Der Schnitt beim Einkommen in der Bundesrepublik liegt bei 25.822 Euro.
- Punkten kann der Kreis Germersheim beim Demografieindex, einem Sammelindikator, der die Altersstruktur der Bevölkerung, zum Beispiel das Zahlenverhältnis zwischen Jung und Alt heute und in Zukunft, beschreibt: 123,3 Punkte (Bundesdurchschnitt 100, 2005). Rang 80 Im Bund und Platz 3 in Rheinlandpfalz.
Schwächen
- Relativ hoch sind im Kreis Germersheim die Arbeitskosten. Sie lagen im Jahr 2004 bei 36.830 Euro. Damit kostet ein Arbeitnehmer im Kreis sein Unternehmen deutlich mehr als im Bundesdurchschnitt (30.561 Euro). Das bringt Rang 406.
- Unterdurchschnittlich ist im Kreis Germersheim der Anteil Beschäftigter in schnell wachsenden Branchen: Nur 5,2 Prozent (Bundesschnitt: 8,4 Prozent) aller Beschäftigten waren im Jahr 2005 dort tätig. Rang 353.
- Ungünstig stellte sich im Jahr 2004 der Saldo aus Gewerbean- und abmeldungen dar. Er liegt bei 2,5 je 1.000 Einwohner (Bundesdurchschnitt 3,3 je 1.000 Einwohner). Damit landet der Kreis nur auf Rang 350.
- Niedriger als im Bundesmittel ist im Kreis Germersheim auch der Anteil Hochqualifizierter: 6,3 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (Bundesschnitt 7,5 Prozent) haben dort einen Universitäts- oder Fachhochschulabschluss. Rang 244.
