Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Donnersbergkreis

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Donnersbergkreis

    Recht hohe Investitionsquote, hohe kommunale Schulden

    Der Donnersbergkreis belegt mit 52,5 Punkten Platz 159 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Rheinland-Pfalz belegt der Donnersbergkreis Platz 11 unter 36 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Donnersbergkreis punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Mit einer Bruttolohnsumme am Arbeitsort von 27.290 Euro je Beschäftigtem (2005) kommt der Donnersbergkreis im Bundesvergleich auf Rang 144 und auf Rang 10 in Rheinland-Pfalz. Der Schnitt beim Einkommen in der Bundesrepublik liegt bei lediglich 25.822 Euro.
    • Über Bundesniveau liegt im Donnersbergkreis auch die Kaufkraft. Im Jahr 2005 belief sich diese im Schnitt auf 9.348 Euro je Einwohner. Im Bundesdurchschnitt lag die Bruttolohnsumme am Wohnort je Einwohner lediglich bei 8.523 Euro. Rang 119 bundesweit und ebenfalls der 10. Platz in Rheinland-Pfalz.
    • Zudem punktet der Donnersbergkreis bei den kommunalen Investitionen mit einer Investitionsquote von 17,7 Prozent der öffentlichen Gesamtausgaben im Jahr 2005. Im Bundesmittel sind es nur 13,2 Prozent. Das bringt Rang 101 und Rang 2 in Rheinland-Pfalz.
    • Recht gut steht der Donnersbergkreis auch beim Demografieindex da, einem Sammelindikator, der die Altersstruktur der Bevölkerung, zum Beispiel das Zahlenverhältnis zwischen Jung und Alt heute und in Zukunft, beschreibt: 113,5 Punkte (Bundesdurchschnitt 100). Rang 138.

    Schwächen

    • Hoch sind im Donnersbergkreis die Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände: Mit 2.664 Euro steht jeder Einwohner statistisch gesehen in der Kreide (2004). Der entsprechende Wert im Bundesdurchschnitt liegt bei 1.438 Euro. Rang 415 im INSM-Ranking.
    • Ungünstig stellte sich im Jahr 2004 auch der Saldo aus Gewerbean- und abmeldungen dar. Er liegt bei 2 je 1.000 Einwohner (Bundesdurchschnitt 3,3 je 1.000 Einwohner). Damit landet der Donnersbergkreis nur auf den hinteren Rängen: Platz 407.
    • Unterdurchschnittlich ist im Donnersbergkreis zudem der Anteil Beschäftigter in schnell wachsenden Branchen: Nur 4,9 Prozent (Bundesschnitt: 8,4 Prozent) aller Beschäftigten im Kreis waren im Jahr 2005 in solchen Branchen tätig. Rang 368.
    • Nur auf Rang 357 kommt der Donnersbergkreis beim Bruttoinlandsprodukt. Lediglich 17.140 Euro wurden hier je Einwohner im Jahr 2004 erwirtschaftet. Bundesdurchschnitt: 24.805 Euro.