Das INSM-Regionalranking 2006

    Kreisfreie Stadt Salzgitter

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Kreisfreie Stadt Salzgitter

    Recht gute Einkommen, schwache Gründungsdynamik

    Die kreisfreie Stadt Salzgitter belegt mit 49,6 Punkten Platz 250 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Niedersachsen belegt Salzgitter Platz 22 unter 46 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo Salzgitter punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Vergleichsweise hoch sind in Salzgitter die Einkommen: Die durchschnittliche Bruttolohnsumme am Arbeitsort lag hier im Jahr 2005 bei 32.271 Euro. Im Bundesschnitt liegen die Einkommen bei 25.822 Euro je Beschäftigtem. Rang 24. Zweiter Platz in Niedersachsen.
    • Auf Rang 99 kommt Salzgitter bei der Produktivität, also der durchschnittlichen Wirtschaftsleistung eines Erwerbstätigen. 57.720 Euro (2004) liegen deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 53.331 Euro.
    • In Salzgitter arbeiten 10,6 Prozent der Beschäftigten in schnell wachsenden Branchen. Bundesweit sind es nur 8,4 Prozent. Rang 107.
    • Auf Rang 160 kommt Salzgitter bei der Ausbildungsplatzdichte: 100 Lehrstellensuchenden standen 2003 99,2 Ausbildungsplätze gegenüber. Im Bundesschnitt waren es 96,8 Plätze je 100 Nachfrager.

    Schwächen

    • Die Arbeitskosten im Kreis sind recht hoch. Ein Beschäftigter hat sein Unternehmen hier im Jahr 2004 durchschnittlich 39.397 Euro gekostet. Im Bundesmittel waren es 30.561 Euro. Platz 423 bundesweit, und Rang 45 innerhalb Niedersachsens.
    • Langzeitarbeitslosigkeit ist ein Problem in Salzgitter. 43,7 Prozent der Arbeitslosen finden hier dauerhaft keinen Job (Bundesschnitt: 35,4 Prozent). Das bedeutet Rang 381 im INSM-Regionalranking.
    • Ungünstig verhält sich in Salzgitter der Saldo von Gewerbean- und abmeldungen. Bundesweit wurden - bezogen auf 1000 Einwohner - 3,3 Unternehmen mehr eröffnet, als Gewerbebetriebe eingestellt wurden (2004). Der Wert liegt in Salzgitter um 1,1 darunter. Nur Rang 381.
    • Weit abgeschlagen (Rang 397) ist Salzgitter bei der kommunalen Investitionsquote. Sie gibt an, wie groß der Anteil der Investitionen an den kommunalen Gesamtausgaben im Jahr 2005 war. In Salzgitter lag die Quote bei 5,7 Prozent, bundesweit bei 13,2 Prozent.