Das INSM-Regionalranking 2006
Kreisfreie Stadt Neustadt an der Weinstraße
INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil
Neustadt an der Weinstraße
Recht viele Jobs in Wachstumsbranchen, recht geringe kommunale Investitionsquote
Neustadt an der Weinstraße belegt mit 52,1 Punkten Platz 180 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Rheinland-Pfalz belegt Neustadt an der Weinstraße Platz 16 unter 36 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo Neustadt an der Weinstraße punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:
Stärken
- Die kreisfreie Stadt Neustadt an der Weinstraße hat verhältnismäßig wenige Langzeitarbeitslose. Deren Anteil an allen Arbeitslosen lag im Jahr 2005 bei 28 Prozent. Im Bundesdurchschnitt sind es hingegen 35,4 Prozent. Rang 58.
- Mit 9,9 Prozent ist in Neustadt an der Weinstraße auch der Anteil der Beschäftigten in schnell wachsenden Branchen überdurchschnittlich hoch (2005). Im Bundesmittel lag die Quote bei 8,4 Prozent an allen Beschäftigten. Rang 126.
- Die Verwaltung in Neustadt an der Weinstraße ist schlanker als im Bundesdurchschnitt: Statistisch kommen auf 100 Einwohner 1,24 öffentlich Beschäftigte (2004). Im Bundesdurchschnitt sind es 1,5 öffentlich Beschäftigte. Rang 156.
- Ordentlich schneidet Neustadt an der Weinstraße auch bei der Einkommensteuerkraft ab. Der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer belief sich im Jahr 2004 auf 262 Euro je Einwohner. Im Bundesschnitt sind es nur 216 Euro. Rang 157.
Schwächen
- Hinten liegt Neustadt an der Weinstraße bei der kommunalen Investitionsquote. Diese lag im Jahr 2005 bei 5,5 Prozent der öffentlichen Gesamtausgaben (Schnitt Bund: 13,2 Prozent). Das reicht nur für Rang 401.
- In Neustadt an der Weinstraße lebt man offenbar unsicherer als im Durchschnitt der Republik. 2005 wurden dort 8.739 Straftaten je 100.000 Einwohner gemeldet. Im Bundesdurchschnitt waren es 6.919 Delikte. Rang 333.
- Zudem erreicht die Produktivität der Wirtschaft in Neustadt an der Weinstraße nur einen Wert von 48.343 Euro pro Beschäftigtem. Im Bundesschnitt erwirtschaftete ein Beschäftigter im Jahr 2004 53.331 Euro. Rang 318.
- Vergleichsweise gering ist die Bruttolohnsumme am Arbeitsort in Neustadt an der Weinstraße. Mit 23.807 Euro je Beschäftigtem (2005) kommt die Stadt im Bundesvergleich von 435 Kreisen und kreisfreien Städten nur auf Rang 308. Der Schnitt beim Einkommen in der Bundesrepublik liegt bei 25.822 Euro.
