Das INSM-Regionalranking 2006
Kreisfreie Stadt Mainz
INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil
Kreisfreie Stadt Mainz
Viele Hochqualifizierte, niedrige kommunale Investitionsquote
Die kreisfreie Stadt Mainz belegt mit 56,1 Punkten Platz 76 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Rheinland-Pfalz belegt Mainz Platz 4 unter 36 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo Mainz punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:
Stärken
- Sehr viel höher als im Bundesmittel ist in Mainz der Anteil Hochqualifizierter: 16 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (Bundesschnitt 7,5 Prozent) hatten dort im Jahr 2005 einen Universitäts- oder Fachhochschulabschluss. Rang 16 bundesweit, Platz 1 in Rheinland-Pfalz.
- Einkommen: Mit einer Bruttolohnsumme am Arbeitsort von 31.469 Euro je Beschäftigtem (2005) kommt Mainz im Bundesvergleich auf Rang 29, in Rheinland-Pfalz gar auf Platz 2. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 25.822 Euro je Beschäftigtem.
- Ebenfalls sehr viel besser als im Bundesdurchschnitt stellt sich in Mainz der Saldo aus Gewerbean- und abmeldungen dar. Mit einem Wert von 5 je 1.000 Einwohner (2004) rangiert der Kreis in den Top 30 des Rankings auf Platz 29. Im Bundesdurchschnitt liegt der Wert bei 3,3 je 1.000 Einwohner.
- Recht günstig stellt sich auch die Mainzer Altersbeschäftigungsquote dar: 33,2 von 100 Einwohnern im Alter von 55-65 Jahren haben hier statistisch gesehen einen Job. Bundesweit sind es nur 29,4. Rang 48.
Schwächen
- Hinten liegt Mainz bei der kommunalen Investitionsquote. Sie lag im Jahr 2005 bei 1,8 Prozent der kommunalen Gesamtausgaben (Schnitt Bund: 13,2 Prozent). Das reicht nur für Rang 434 von 435 Kreisen und kreisfreien Städten in Deutschland.
- Hoch sind in Mainz auch die Schulden der Stadt bzw. der Gemeinden und Gemeindeverbände: Mit 2.576 Euro stand im Jahr 2004 jeder Einwohner statistisch betrachtet in der Kreide. Der entsprechende Wert im Bundesdurchschnitt liegt bei 1.438 Euro. Rang 410.
- Überdurchschnittlich hoch ist in Mainz mit 12.392 je 100.000 Einwohner (2005) die Zahl der gemeldeten Straftaten. Im Bundesmittel sind es nur 6.919. Rang 408.
- Relativ hoch sind in Mainz die Arbeitskosten. Sie lagen im Jahr 2004 bei 35.624 Euro. Damit kostet ein Arbeitnehmer in Mainz sein Unternehmen mehr als im Bundesdurchschnitt (30.561 Euro). Das bringt Rang 394.
