Das INSM-Regionalranking 2006
Landkreis Trier-Saarburg
INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil
Landkreis Trier-Saarburg
Die wenigsten Arbeitslosen und die schlankeste Verwaltung in Rheinland-Pfalz
Der Landkreis Trier-Saarburg belegt mit 50,9 Punkten Platz 218 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Rheinland-Pfalz belegt der Landkreis Trier-Saarburg Platz 25 unter 36 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Trier-Saarburg punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:
Stärken
- Niedrig fällt im Kreis Trier-Saarburg der Anteil der arbeitslos gemeldeten Personen aus. Die Arbeitslosenquote liegt mit 5,4 Prozent weit unter dem Bundesdurchschnitt von 12,2 Prozent (Jahresdurchschnitt 2006). Rang 18 im bundesweiten INSM-Ranking, Platz 1 in Rheinland-Pfalz.
- Recht niedrig ist im Kreis Trier-Saarburg auch der Anteil der Arbeitslosengeld-II-Empfänger: Nur 2,2 Prozent aller Einwohner bekamen im Jahr 2005 Arbeitslosengeld II. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 6 Prozent. Rang 52 im Bund, Rang 3 in Rheinland-Pfalz.
- Im Landkreis Trier-Saarburg arbeitet eine schlanke Verwaltung. Statistisch kommen auf 100 Einwohner nur 0,67 öffentlich Beschäftigte (2004). Im Bundesdurchschnitt sind es 1,5 öffentlich Beschäftigte. Rang 8 bundesweit und Spitzenreiter in Rheinland-Pfalz.
- Zudem lebt es sich vergleichsweise sicher im Kreis Trier-Saarburg. 2005 wurden dort 4.429 Straftaten je 100.000 Einwohner gemeldet. Bundesweit waren es 6.919. Rang 81 bundesweit und Platz 2 in Rheinland-Pfalz.
Schwächen
- Nur auf Rang 415 kommt der Kreis Trier-Saarburg beim Bruttoinlandsprodukt. Lediglich 14.684 Euro wurden hier je Einwohner im Jahr 2004 erwirtschaftet. Bundesmittel: 24.805 Euro.
- Weit unter Bundesdurchschnitt (7,5 Prozent) liegt im Kreis Trier-Saarburg der Anteil Hochqualifizierter: Nur 3,5 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten hatten dort im Jahr 2005 einen Fachhochschul- bzw. Hochschulabschluss. Rang 413.
- Nur 26,9 von 100 Einwohnern im Alter von 55-65 Jahren haben im Trier-Saarburg einen Job. Im Bundesdurchschnitt sind es 29,4 Prozent dieser Altersgruppe. Das bringt Rang 352 im Bundesvergleich.
- Ungünstig stellte sich im Jahr 2004 der Saldo aus Gewerbean- und abmeldungen dar. Er lag bei 2,3 je 1.000 Einwohner (Bundesdurchschnitt 3,3 je 1.000 Einwohner). Damit landet der Landkreis Trier-Saarburg nur auf Rang 367.
