Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Bernkastel-Wittlich

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Bernkastel-Wittlich

    Top am Arbeitsmarkt, Flop bei den kommunalen Schulden

    Der Landkreis Bernkastel-Wittlich belegt mit 51,7 Punkten Platz 193 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Rheinland-Pfalz belegt der Landkreis Bernkastel-Wittlich Platz 20 unter 36 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Bernkastel-Wittlich punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Relativ gering fällt im Kreis Bernkastel-Wittlich der Anteil der arbeitslos gemeldeten Personen aus. Die Arbeitslosenquote liegt mit 6,1 Prozent weit unter dem Bundesdurchschnitt von 12,2 Prozent (Jahresdurchschnitt 2006). Rang 38 bundesweit, Platz 2 in Rheinland-Pfalz.
    • Entsprechend gering ist im Kreis Bernkastel-Wittlich der Anteil der Arbeitslosengeld-II-Empfänger: Nur 3 je 100 Einwohner bezogen im Jahr 2005 Arbeitslosengeld II. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 6 je 100 Einwohner. Rang 99.
    • Zudem gibt es nur wenige Langzeitarbeitslose im Landkreis Bernkastel-Wittlich. So lag der Anteil der Langzeitarbeitslosen an den Arbeitslosen bei 23,5 Prozent. Im Bundesdurchschnitt sind es hingegen 35,4 Prozent. Damit steht der Kreis bundesweit in den Top 10 und in Rheinland-Pfalz auf Rang 2.
    • Niedrige Arbeitskosten sind aus Unternehmersicht ein Standort-Plus. Sie lagen im Kreis im Jahr 2004 bei 28.432 Euro. Damit kostet ein Arbeitnehmer im Kreis sein Unternehmen deutlich weniger als im Bundesschnitt (30.561 Euro). Das bringt Rang 141.

    Schwächen

    • Hoch sind im Kreis Bernkastel-Wittlich die Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände: Mit rechnerisch 2.568 Euro steht jeder Einwohner in der Kreide (2004). Der entsprechende Wert im Bundesdurchschnitt liegt bei 1.438 Euro. Rang 409.
    • Deutlich unter Bundesdurchschnitt (7,5 Prozent) liegt im Kreis Bernkastel-Wittlich der Anteil Hochqualifizierter: Nur 3,8 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten haben einen Fachhochschul- bzw. Hochschulabschluss. Rang 402.
    • Ungünstig stellte sich im Jahr 2004 der Saldo aus Gewerbean- und abmeldungen dar. Er liegt bei 2,1 je 1.000 Einwohner (Bundesdurchschnitt 3,3). Damit landet der Kreis Bernkastel-Wittlich auf Rang 392 im INSM-Ranking.
    • Eher schwach schneidet der Kreis Bernkastel-Wittlich auch bei der Einkommensteuerkraft ab. Der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer belief sich im Jahr 2004 auf 186 Euro je Einwohner. Im Bundesschnitt sind es 216 Euro. Rang 298.