Das INSM-Regionalranking 2006
Kreisfreie Stadt Trier
INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil
Kreisfreie Stadt Trier
Viele Hochqualifizierte, niedrige Kaufkraft
Die kreisfreie Stadt Trier belegt mit 47,4 Punkten Platz 295 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Rheinland-Pfalz belegt Trier Platz 35 unter 36 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo Trier punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:
Stärken
- Vergleichsweise wenig Langzeitarbeitslose gibt es in Trier. So lag der Anteil der Langzeitarbeitslosen an den Arbeitslosen bei 25,3 Prozent. Im Bundesdurchschnitt sind es hingegen 35,4 Prozent. Rang 29 bundesweit.
- Höher als im Bundesmittel ist in Trier der Anteil Hochqualifizierter: 9,8 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (Bundesschnitt 7,5 Prozent) haben dort einen Universitäts- oder Fachhochschulabschluss. Rang 80 im Bund und Rang 3 in Rheinland-Pfalz.
- Auf Rang 53 kommt Trier beim Bruttoinlandsprodukt. Im Jahr 2004 wurden hier 35.576 Euro je Einwohner erwirtschaftet. Bundesmittel: 24.805 Euro.
- Punkten kann Trier auch beim Demografieindex, einem Sammelindikator, der die Altersstruktur der Bevölkerung, zum Beispiel das Zahlenverhältnis zwischen Jung und Alt heute und in Zukunft, beschreibt: 112,4 Punkte (Bundesdurchschnitt 100). Rang 149.
Schwächen
- Mäßig schneidet Trier mit Rang 381 beim Indikator Arbeitsplatzversorgung ab. Nur 52,3 Prozent aller Erwerbspersonen zwischen 15 und 65 hatten im Jahr 2005 einen Job. Im Bundesschnitt waren es 59,2 Prozent. Trier ist in dieser Kategorie Schlusslicht in Rheinland-Pfalz.
- Nachholbedarf hat Trier auch bei der Kaufkraft. Diese liegt bei 6.413 Euro je Einwohner (2005). Im Bundesdurchschnitt lag die Bruttolohnsumme am Wohnort bei 8.523 Euro je Einwohner. Nur Rang 415 bundesweit und auch in diesem Bereich Schlusslicht in Rheinland-Pfalz.
- In Trier lebt man zudem unsicherer als im Durchschnitt der Republik. 2005 wurden dort 13.190 Straftaten je 100.000 Einwohner gemeldet. Im Bundesdurchschnitt lag die Quote bei 6.919 Delikten. Rang 423.
- Hoch sind in Trier die Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände: Mit rechnerisch 2.920 Euro steht jeder Einwohner in der Kreide (2004). Der entsprechende Wert im Bundesdurchschnitt liegt bei 1.438 Euro. Ebenfalls Rang 423.
