Das INSM-Regionalranking 2006
Landkreis Rhein-Lahn-Kreis
INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil
Rhein-Lahn-Kreis
Geringe Arbeitslosigkeit, wenig Jobs in Wachstumsbranchen
Der Rhein-Lahn-Kreis belegt mit 52,5 Punkten Platz 164 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Rheinland-Pfalz belegt der Rhein-Lahn-Kreis Platz 12 unter 36 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Rhein-Lahn-Kreis punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:
Stärken
- Vergleichsweise wenig Langzeitarbeitslose gibt es im Rhein-Lahn-Kreis. So lag der Anteil der Langzeitarbeitslosen an den Arbeitslosen bei nur 26 Prozent. Im Bundesdurchschnitt sind es hingegen 35,4 Prozent. Damit erreicht der Rhein-Lahn-Kreis bundesweit Rang 38.
- Relativ gering fällt im Rhein-Lahn-Kreis die Arbeitslosenquote aus. Diese liegt mit 7,9 Prozent deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 12,2 Prozent (Mittelwert 2006). Rang 102 im INSM-Ranking.
- Im Rhein-Lahn-Kreis ist die Verwaltung vergleichsweise schlank. Statistisch kommen auf 100 Einwohner nur 1,09 öffentlich Beschäftigte (2004). Im Bundesdurchschnitt sind es 1,5 öffentlich Beschäftigte. Ebenfalls Rang 102 bundesweit.
- Im Rhein-Lahn-Kreis lebt es sich vergleichsweise sicher. 2005 wurden dort 4.960 Straftaten je 100.000 Einwohner gemeldet. Bundesweit waren es 6.919. Rang 118.
Schwächen
- Hoch sind im Rhein-Lahn-Kreis die Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände: Mit rechnerisch 2.819 Euro steht jeder Einwohner in der Kreide (2004). Der entsprechende Wert im Bundesdurchschnitt liegt bei 1.438 Euro. Rang 420 im INSM-Ranking.
- Unterdurchschnittlich ist im Rhein-Lahn-Kreis der Anteil Beschäftigter in schnell wachsenden Branchen: Nur 4,8 Prozent (Bundesschnitt: 8,4 Prozent) aller Beschäftigten waren dort 2005 tätig. Rang 374.
- Nur auf Rang 397 kommt der Rhein-Lahn-Kreis zudem beim Bruttoinlandsprodukt. Nur 17.978 Euro wurden hier je Einwohner im Jahr 2004 erwirtschaftet. Im Bundesmittel lag die Wirtschaftsleistung je Einwohner bei 24.805 Euro.
- Eher ungünstig stellte sich im Jahr 2004 der Saldo aus Gewerbean- und abmeldungen dar. Er liegt bei 2,7 je 1.000 Einwohner (Bundesdurchschnitt 3,3). Damit landet der Rhein-Lahn-Kreis nur auf Platz 309 und ist erreicht auch in Rheinland-Pfalz nur Platz 26 unter 36 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten.
