Das INSM-Regionalranking 2006
Landkreis Rhein-Hunsrück-Kreis
INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil
Rhein-Hunsrück-Kreis
Gute Arbeitsplatzversorgung, wenig Hochqualifizierte
Der Rhein-Hunsrück-Kreis belegt mit 52,0 Punkten Platz 182 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Rheinland-Pfalz belegt der Rhein-Hunsrück-Kreis Platz 17 unter 36 Kreisen. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Rhein-Hunsrück-Kreis punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:
Stärken
- Ordentlich schneidet der Rhein-Hunsrück-Kreis mit Rang 105 beim Indikator Arbeitsplatzversorgung ab. 63,2 Prozent aller Erwerbspersonen zwischen 15 und 65 Jahren hatten im Jahr 2005 einen Job. Im Bundesschnitt waren es 59,2 Prozent.
- Bei den kommunalen Investitionen punktet der Rhein-Hunsrück-Kreis mit einer Investitionsquote von 17,4 Prozent der öffentlichen Gesamtausgaben im Jahr 2005. Im Bundesschnitt sind es nur 13,2 Prozent. Das bringt Rang 106 im INSM-Bundesvergleich und Platz 3 in Rheinland-Pfalz.
- Relativ gering fällt im Rhein-Hunsrück-Kreis die Arbeitslosenquote aus. Diese liegt mit 8,2 Prozent deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 12,2 Prozent (Oktober 2005). Rang 114 im INSM-Ranking.
- Im Rhein-Hunsrück-Kreis lag der Anteil der Langzeitarbeitslosen an den Arbeitslosen im Jahr 2005 bei 30,8 Prozent. Im Bundesdurchschnitt sind es hingegen 35,4 Prozent. Ebenfalls Rang 114 im ISNM-Ranking.
Schwächen
- Deutlich unter Bundesdurchschnitt (7,5 Prozent) liegt im Rhein-Hunsrück-Kreis der Anteil Hochqualifizierter: Nur 4,2 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten haben einen Fachhochschul- bzw. Hochschulabschluss. Rang 382.
- Die Produktivität der Wirtschaft im Rhein-Hunsrück-Kreis erreichte im Jahr 2004 nur ein Niveau von 49.004 Euro pro Beschäftigtem. Im Bundesmittel erwirtschaftete ein Beschäftigter im Schnitt ein Bruttoinlandsprodukt von 53.331 Euro. Nur Rang 306 für den Kreis, und auch nur hinteres Mittelfeld in Rheinland-Pfalz.
- Unter Bundesniveau liegt im Rhein-Hunsrück-Kreis die Einkommensteuerkraft. Der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer belief sich im Jahr 2004 auf 204 Euro je Einwohner. Im Bundesschnitt sind es 216 Euro. Nur Rang 269.
- Nur im bundesweiten Mittelfeld bewegt sich die Ausbildungsplatzdichte im Rhein-Hunsrück-Kreis. Nur 96,9 Ausbildungsplätze gab es im Jahr 2003 statistisch gesehen für 100 Nachfrager. Rang 250 im Gesamtranking, Platz 27 unter 36 Kreisen und kreisfreien Städten in Rheinland-Pfalz.
