Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Neuwied

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Neuwied

    Recht hohes Einkommen, hohe Schulden

    Der Landkreis Neuwied belegt mit 52,1 Punkten Platz 179 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Rheinland-Pfalz belegt der Landkreis Neuwied Platz 15 unter 36 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Neuwied punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Der Landkreis Neuwied hat eine schlanke Verwaltung. Statistisch kommt auf 100 Einwohner 1 öffentlich Beschäftigter (2004). Im Bundesdurchschnitt sind es 1,5 öffentlich Beschäftigte. Rang 131.
    • Mit einer Bruttolohnsumme am Arbeitsort von 27.583 Euro je Beschäftigtem (2005) kommt der Kreis Neuwied im Bundesvergleich auf Rang 131. Der Schnitt beim Einkommen in der Bundesrepublik liegt bei 25.822 Euro.
    • Darüber hinaus gibt es vergleichsweise wenig Langzeitarbeitslose im Landkreis Neuwied. So liegt der Anteil der Langzeitarbeitslosen an den Arbeitslosen bei 31,4 Prozent (2005). Im Bundesdurchschnitt sind es hingegen 35,4 Prozent. Rang 133.
    • Relativ günstig stellt sich zudem die Altersbeschäftigungsquote im Landkreis Neuwied dar: 30,6 von 100 Einwohnern im Alter von 55-65 Jahren haben hier statistisch gesehen einen Job. Bundesweit sind es 29,4 Prozent. Rang 150 im INSM-Ranking.

    Schwächen

    • Unbefriedigend ist die Ausbildungsplatzdichte im Kreis. Statistisch betrachtet gab es nur 93,4 Ausbildungsplätze im Jahr 2003 für 100 Nachfrager. Bundesweit sind es 96,8 Lehrstellen. Nur Rang 333.
    • Hoch sind im Kreis Neuwied hingegen die Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände: Mit rechnerisch 2.108 Euro steht jeder Einwohner in der Kreide (2004). Der entsprechende Wert im Bundesdurchschnitt liegt bei 1.438 Euro. Rang 379.
    • Unterdurchschnittlich ist im Kreis Neuwied der Anteil Beschäftigter in schnell wachsenden Branchen: Nur 5,8 Prozent (Bundesschnitt: 8,4 Prozent) aller Beschäftigten waren dort tätig. Rang 316.
    • Unter Bundesdurchschnitt (7,5 Prozent) liegt im Kreis Neuwied zudem der Anteil Hochqualifizierter: 5,2 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten haben dort einen Fachhochschul- bzw. Hochschulabschluss. Rang 313 im INSM-Ranking.