Das INSM-Regionalranking 2006
Landkreis Ahrweiler
INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil
Landkreis Ahrweiler
Bestes Lehrstellenangebot in Rheinland-Pfalz
Der Landkreis Ahrweiler belegt mit 51,9 Punkten Platz 189 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Rheinland-Pfalz belegt der Landkreis Ahrweiler Platz 18 unter 36 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Ahrweiler punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:
Stärken
- Der Landkreis Ahrweiler hat eine recht schlanke Verwaltung. Auf 100 Einwohner kommen statistisch betrachtet 1,07 öffentlich Beschäftigte (2004). Der Bundesdurchschnitt liegt bei 1,5 öffentlich Beschäftigten. Rang 90.
- Mit 29,8 Prozent ist im Kreis Ahrweiler der Anteil der Langzeitarbeitslosen an allen Menschen ohne Beschäftigung vergleichsweise niedrig. Im Bundesdurchschnitt sind es 35,4 Prozent. Rang 91.
- Gut steht der Landkreis Ahrweiler in punkto Ausbildungsplatzdichte da: 100 Bewerber standen im Jahr 2003 statistisch betrachtet einem Angebot von 99,7 Ausbildungsplätzen gegenüber. Im Bundesschnitt sind es nur 96.8 Stellen. Rang 141 bundesweit und Platz 1 in Rheinland-Pfalz!
- Aus Unternehmenssicht gilt es als Standort-Plus, wenn die Arbeitskosten niedrig sind. Im Kreis Ahrweiler liegen sie bei 25.705 Euro (2004) pro Arbeitnehmer. Bundesmittel: 30.561 Euro. Rang 61. Es sind zudem die zweitniedrigsten in Rheinland-Pfalz.
Schwächen
- Überdurchschnittlich hoch sind im Landkreis Ahrweiler die Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände. Mit 2.128 Euro steht jeder Einwohner in der Kreide. Im Bundesschnitt sind es nur 1.438 Euro. Rang 380.
- Niedrig ist die Produktivität der Wirtschaft im Kreis Ahrweiler. Nur 47.700 Euro erwirtschaftete ein Erwerbstätiger im Durchschnitt des Jahres 2004. Im Bundesdurchschnitt sind es 53.331 Euro. Rang 329.
- Deutlich unter Bundesniveau liegt mit 5,3 Prozent im Kreis Ahrweiler der Anteil Hochqualifizierter. Bundesweit haben 7,5 Prozent aller Beschäftigten einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss. Nur Rang 303.
- In der unteren Hälfte des INSM-Rankings rangiert der Kreis Ahrweiler bei den Brutto-Einkommen: 24.035 Euro verdiente jeder Beschäftigte im Kreis im Schnitt (2005). Im Bundesmittel sind es 25.822 Euro. Rang 296 für den Kreis.
