Das INSM-Regionalranking 2006
Landkreis Waldeck-Frankenberg
INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil
Landkreis Waldeck-Frankenberg
Recht gute Arbeitsplatzversorgung, aber wenig Jobs in Wachstumsbranchen
Der Landkreis Waldeck-Frankenberg belegt mit 51,0 Punkten Platz 210 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Hessen belegt der Landkreis Waldeck-Frankenberg Platz 20 unter 26 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Waldeck-Frankenberg punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:
Stärken
- In Hessen hat der Kreis Waldeck-Frankenberg die geringste Langzeitarbeitslosigkeit vorzuweisen. Der Anteil der Langzeitarbeitslosen lag hier bei 28,4 Prozent aller Arbeitslosen (2005) und damit unter dem Bundesdurchschnitt von 35,4 Prozent. Rang 65.
- Im Vergleich zum Bundesdurchschnitt lebt es sich im Kreis Waldeck-Frankenberg relativ sicher. Im Jahr 2005 wurden 4.085 Straftaten je 100.000 Einwohner gemeldet. Im Bundesdurchschnitt waren es 6.919 Delikte. Das bringt Rang 59 bundesweit und Platz 3 in Hessen.
- Über Bundesniveau liegt im Kreis Waldeck-Frankenberg die kommunale Investitionsquote. Mit einer Quote von 18,1 Prozent der kommunalen Gesamtausgaben im Jahr 2005 (Bundesdurchschnitt 13,2 Prozent) belegt der Kreis Rang 88.
- Gut schneidet der Kreis Waldeck-Frankenberg auch bei der Arbeitsplatzversorgung ab. 61,9 Prozent aller Erwerbspersonen zwischen 15 und 65 Jahren hatten im Jahr 2005 einen Job. Bundesweit waren es 59,2 Prozent. Rang 144.
Schwächen
- Weit unter Bundesdurchschnitt (8,4 Prozent) ist im Kreis Waldeck-Frankenberg der Anteil der Beschäftigten in schnell wachsenden Branchen. 2005 waren nur 3,4 Prozent aller Beschäftigten dort tätig. Rang 428 bundesweit und Schlusslicht in Hessen.
- Unterdurchschnittlich ist im Kreis Waldeck-Frankenberg auch der Anteil Hochqualifizierter. Nur 4,8 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten hatten 2005 einen Fachhochschul- oder Hochschulabschluss (Schnitt Bund: 7,5 Prozent). Der Kreis belegt damit Rang 338.
- Recht gering ist im Kreis Waldeck-Frankenberg die Gründungsdynamik. Darauf verweist der Saldo der Gewerbean- und -abmeldungen. Dieser lag im Jahr 2004 bei 2,4 je 1.000 Einwohner. Im Bundesdurchschnitt waren es 3,3 je 1.000 Einwohner. Rang 357.
- Über dem Bundesdurchschnitt liegt im Kreis Waldeck-Frankenberg die Verschuldung der Gemeinden und Gemeindeverbände. Im Jahr 2004 stand dort jeder Einwohner im Schnitt mit 1.713 Euro in der Kreide, bundesweit waren es 1.438 Euro. Rang 322.
