Das INSM-Regionalranking 2006
Landkreis Steinburg
INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil
Landkreis Steinburg
Recht gute Lage bei den Lehrstellen, recht viele Langzeitarbeitslose
Der Landkreis Steinburg belegt mit 49,6 Punkten Platz 248 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Schleswig-Holstein belegt der Landkreis Steinburg Platz 6 unter 15 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Steinburg punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:
Stärken
- Relativ gute Chancen haben Jugendliche im Kreis Steinburg bei der Lehrstellensuche. Im Kreis Steinburg lag die Ausbildungsplatzdichte 2003 bei statistisch betrachtet 102,1 Lehrstellen je 100 Nachfrager. Die Ausbildungsplatzdichte bundesdurchschnittlich lag bei 96,8 Lehrstellen. Rang 50.
- Niedrig sind im Kreis Steinburg die Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände: Mit 625 Euro stand 2004 jeder Einwohner in der Kreide. Der Durchschnittswert in der Bundesrepublik liegt bei 1.438 Euro je Einwohner. Das bringt für den Kreis Rang 16.
- Besser als im Bundesdurchschnitt stellt sich im Kreis Steinburg der Saldo aus Gewerbean- und -abmeldungen dar. Mit einem Wert von 4,8 je 1.000 Einwohner (2004) rangiert der Kreis weit vorn im Ranking auf Rang 38. Im Bundesdurchschnitt liegt der Saldo bei 3,3 je 1.000 Einwohner.
- Der Kreis Steinburg hat statistisch betrachtet 0,96 öffentlich Beschäftigte je 100 Einwohner im Jahr 2004. Im Bundesschnitt kommen 1,5 Staatsdiener auf 100 Einwohner. Rang 55.
Schwächen
- Mit einem Anteil von 39,0 Prozent Langzeitarbeitslosen an allen Arbeitslosen (2005) erreicht der Kreis Steinburg nur Rang 303 im INSM-Regionalvergleich und den vorletzten Platz im eigenen Bundesland. Bundesweit liegt die Langzeitarbeitslosenquote bei 35,4 Prozent.
- Nur im Mittelfeld rangiert der Kreis Steinburg, was die Quote seiner Arbeitslosengeld-II-Empfänger angeht. Im Bundesschnitt kommen 6 Bezieher von Arbeitslosengeld II auf 100 Einwohner. Im Kreis liegt die Quote bei 6,2 Prozent. Rang 266.
- Vergleichsweise schwach schneidet der Kreis Steinburg bei der kommunalen Investitionsquote ab. Diese lag im Jahr 2005 bei 10,8 Prozent der Gesamtausgaben (Schnitt Bund: 13,2 Prozent). Nur Rang 277.
- Gering im Vergleich zum Bundesdurchschnitt ist im Kreis Steinburg auch der Anteil Hochqualifizierter. So hatten 2005 nur 5,3 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten einen Hochschul- bzw. Fachhochschulabschluss (Bundesdurchschnitt 7,5 Prozent). Rang 304.
