Das INSM-Regionalranking 2006
Landkreis Kassel
INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil
Landkreis Kassel
Recht sicheres Pflaster, wenig Hochqualifizierte
Der Landkreis Kassel belegt mit 51,9 Punkten Platz 187 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Hessen belegt der Landkreis Kassel Platz 17 unter 26 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Kassel punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:
Stärken
- Im Landkreis Kassel lebt es sich vergleichsweise sicher. 2005 wurden hier 4.223 Straftaten je 100.000 Einwohner gemeldet. Bundesdurchschnittlich waren es 6.919. Der Kreis belegt Rang 67 bundesweit und Platz 5 unter 26 Kreisen und kreisfreien Städten in Hessen.
- Über dem Bundesdurchschnitt liegen im Kreis Kassel die Einkommen. Im Jahr 2005 lag die Bruttolohnsumme dort im Schnitt bei 27.992 Euro je Beschäftigtem (Bundesdurchschnitt: 25.822 Euro). Rang 112.
- Niedrig ist im Kreis Kassel die Arbeitslosenquote. Sie lag im Jahresdurchschnitt 2006 bei 9,5 Prozent gegenüber dem Bundesmittel von 10,2 Prozent. Das bringt Rang 166.
- Höher als im Bundesmittel ist im Kreis Kassel die Einkommensteuerkraft. Je Einwohner belief sich der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer dort im Jahr 2004 auf 293 Euro (Bundesdurchschnitt 216 Euro). Rang 88.
Schwächen
- Vergleichsweise niedrig ist im Kreis Kassel der Anteil Hochqualifizierter. Im Jahr 2005 hatten nur 4,6 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten einen Fachhochschul- bzw. Hochschulabschluss (Bundesdurchschnitt 7,5 Prozent). Nur Rang 355 im INSM-Ranking. Vorletzter Platz unter 26 Kreisen und kreisfreien Städten in Hessen.
- Mit einem Anteil von 37 Prozent Langzeitarbeitslosen (2005) unter allen Arbeitslosen erreicht der Kreis Kassel nur Rang 265. Im Bundesmittel beträgt der Wert 35,4 Prozent.
- Nicht punkten kann der Kreis Kassel beim Demografieindex, einem Sammelindikator, der die Altersstruktur der Bevölkerung, zum Beispiel das Zahlenverhältnis zwischen Jung und Alt heute und in Zukunft, beschreibt. Der Kreis erreichte im Jahr 2005 bei diesem Indikator nur 87,0 Punkte (Bundesdurchschnitt 100 Punkte). Rang 311.
- Überdurchschnittlich hoch sind im Kreis Kassel die Arbeitskosten. 34.207 Euro kostete ein Arbeitnehmer im Kreis im Durchschnitt des Jahres 2004 sein Unternehmen (Schnitt Bund: 30.561 Euro). Nur Rang 366.
