Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Hersfeld-Rotenburg

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Hersfeld-Rotenburg

    Recht wenig Langzeitarbeitslose, Schlusslicht beim Lehrstellenangebot

    Der Landkreis Hersfeld-Rotenburg belegt mit 48,5 Punkten Platz 272 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Hessen belegt der Landkreis Hersfeld-Rotenburg Platz 24 unter 26 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Hersfeld-Rotenburg punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Im Bundesvergleich noch recht schlank ist die Verwaltung im Kreis Hersfeld-Rotenburg. Im Jahr 2004 kamen hier statistisch betrachtet 1,13 öffentlich Beschäftigte auf 100 Einwohner. Im Bundesdurchschnitt waren es 1,5. Rang 112.
    • Geringer als im Bundesmittel ist im Kreis Hersfeld-Rotenburg die Quote der Langzeitarbeitslosen. Mit einem Anteil von 30,9 Prozent an allen Arbeitslosen (Bundesdurchschnitt 35,4 Prozent) 2005 erreicht der Kreis Rang 118.
    • 4,1 Prozent aller Einwohner im Kreis Hersfeld-Rotenburg waren im vergangenen Jahr Bezieher von Arbeitslosengeld II. Deutschlandweit waren es 6,0 Prozent. Rang 158.
    • Besser als viele andere steht der Kreis Hersfeld-Rotenburg bei der öffentlichen Sicherheit da. Im Jahr 2005 wurden hier nur 5.604 Straftaten auf 100.000 Einwohner gemeldet. Im Bundesdurchschnitt waren es dagegen 6.919 Delikte. Rang 165.

    Schwächen

    • Den letzten Rang im bundesweiten INSM-Ranking belegt der Kreis Hersfeld-Rotenburg bei der Ausbildungsplatzdichte. 2003 standen dort statistisch gesehen 80,6 Ausbildungsplätze für 100 Nachfrager zur Verfügung. Im Bundesmittel lag das Lehrstellenangebot bei 96,8 Stellen je 100 Nachfrager.
    • Weit hinten im INSM-Bundesvergleich liegt der Kreis Hersfeld-Rotenburg bei der Altersbeschäftigungsquote. Statistisch hatten 24,5 von 100 Einwohnern im Alter von 55-65 Jahren im Jahr 2005 einen Job (Bundesdurchschnitt 29,4 Prozent). Bei diesem Indikator erreicht der Kreis nur Rang 409.
    • Im hinteren Teil des Rankings platziert sich der Kreis Hersfeld-Rotenburg auch beim Demografieindex, einem Sammelindikator, der die Altersstruktur der Bevölkerung, zum Beispiel das Zahlenverhältnis zwischen Jung und Alt heute und in Zukunft, beschreibt: Nur 81,5 Punkte wurden 2005 erreicht. Bundesdurchschittlich sind es 100 Punkte. Rang 331.
    • Ungünstig stellt sich im Kreis Hersfeld-Rotenburg auch der Saldo aus Gewerbean- und -abmeldungen dar. Er lag 2004 bei 2,2 je 1.000 Einwohner (Bundesdurchschnitt 3,3 je 1.000 Einwohner). Rang 385.