Das INSM-Regionalranking 2006
Landkreis Fulda
INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil
Landkreis Fulda
Niedrigste Verschuldung in Hessen, geringe Altersbeschäftigungsquote
Der Landkreis Fulda belegt mit 52,3 Punkten Platz 174 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Hessen belegt der Landkreis Fulda Platz 16 unter 26 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Fulda punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:
Stärken
- Recht niedrig ist im Kreis Fulda die Verschuldung der Gemeinden und Gemeindeverbände. Statistisch stand dort im Jahr 2004 jeder Einwohner mit 967 Euro in der Kreide. Im Bundesdurchschnitt beträgt der Wert 1.438 Euro. Das bringt dem Kreis Rang 90 im INSM-Bundesvergleich und Platz 1 in Hessen.
- Im Kreis Fulda hat man im Vergleich zum Bundesdurchschnitt eine recht schlanke Verwaltung. Im Jahr 2004 kamen rechnerisch 1,02 öffentlich Beschäftigte auf 100 Einwohner. Im Bundesdurchschnitt kommt man dagegen auf 1,5 öffentlich Beschäftigte in Gemeinden und Gemeindeverbänden. Rang 78 im INSM-Ranking. Platz 2 in Hessen.
- Deutlich unter dem Bundesmittel ist im Kreis Fulda die Arbeitslosenquote. Diese lag im Jahresdurchschnitt 2006 bei 7,7 Prozent (Schnitt Bund: 12,2 Prozent). Das bringt Rang 101.
- Günstiger als anderswo schneidet der Kreis Fulda auch beim Anteil der Arbeitslosengeld-II-Empfänger ab. Im Kreis kamen statistisch 3,6 Bezieher von ALG II auf 100 Einwohner (2005). Bundesweit liegt die Quote bei 6 Prozent. Rang 130.
Schwächen
- Leicht unter Bundesniveau liegen im Kreis Fulda die Einkommen. Die Bruttolohnsumme je Beschäftigten belief sich im Jahr 2005 dort auf 24.717 Euro. Im Bundesdurchschnitt waren es 25.822 Euro. Nur Rang 266 für den Kreis, vorletzter Platz in Hessen.
- Nachholbedarf hat der Kreis Fulda bei der Kaufkraft. Im Jahr 2005 lag die Brutolohnsumme je Einwohner bei 7.915 Euro. Im Bundesmittel waren es 8.523 Euro. Rang 275 bundesweit, Platz 23 unter 26 Kreisen und kreisfreien Städten in Hessen.
- Nur Rang 325 erreicht der Kreis Fulda bei der Altersbeschäftigungsquote. Statistisch hatten hier 27,5 Prozent aller Einwohner im Alter von 55-65 Jahren 2005 einen sozialversicherungspflichtigen Job (Bundesdurchschnitt 29,4 Prozent). Der Kreis kommt damit nur auf Rang 325.
- Der Anteil Hochqualifizierter unter allen Beschäftigten liegt im Kreis Fulda bei 5,8 Prozent (2005). Im Bundesdurchschnitt haben 7,5 Prozent aller Beschäftigten einen Hochschul- bzw. Fachhochschulabschluss. Rang 269 im bundesweiten INSM-Regionalvergleich.
