Das INSM-Regionalranking 2006
Kreisfreie Stadt Kassel
INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil
Kreisfreie Stadt Kassel
Gute Wirtschaftsleistung, Probleme am Arbeitsmarkt und mit der Kriminalität
Die kreisfreie Stadt Kassel belegt mit 44,3 Punkten Platz 344 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Hessen belegt Kassel Platz 26 unter 26 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo Kassel punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:
Stärken
- Die kreisfreie Stadt Kassel punktet beim Bruttoinlandsprodukt. Je Einwohner wurde hier im Jahr 2004 eine Wirtschaftsleistung von 39.262 Euro erbracht. Im Bundesdurchschnitt waren es 24.805 Euro. Für Kassel Rang 42 im bundesweiten INSM-Regionalranking. Platz 4 in Hessen.
- Vergleichsweise gut schneidet die Stadt Kassel beim Anteil der Hochqualifizierten ab. 10,8 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten hatten 2005 einen Fachhochschul- oder Hochschulabschluss. Im Bundesdurchschnitt waren es 7,5 Prozent. Rang 58.
- Mit im Schnitt 28.565 Euro je Beschäftigtem (2005) liegen die Einkommen in der Stadt Kassel über dem Bundesmittel von 25.822 Euro. Das bringt Rang 89.
- Im Bundesvergleich recht hoch ist in der kreisfreien Stadt Kassel mit 12,4 Prozent der Anteil der Beschäftigten in schnell wachsenden Branchen im Jahr 2005. Bundesweit waren es 8,4 Prozent. Kassel belegt damit Rang 66.
Schwächen
- Ein Schwachpunkt in der Stadt Kassel ist die Gründungsdynamik. Der Saldo der Gewerbean- und -abmeldungen lag dort im Jahr 2004 nur bei 1,4 je 1.000 Einwohner (Bundesdurchschnitt 3,3). Nur Rang 427 für die Stadt unter 435 Kreisen und kreisfreien Städten.
- Hoch ist in der Stadt Kassel die Arbeitslosenquote. Diese lag im Jahresdurchschnitt 2006 bei 18,9 Prozent. Der Schnitt im Bund: 12,2 Prozent. Das reicht nur für Rang 372.
- Deutlich unter Bundesniveau bewegt sich in Kassel auch die Arbeitsplatzversorgung. Im Jahr 2005 hatten dort nur 51,2 Prozent aller Erwerbspersonen einen Job. Im Bundesdurchschnitt lag die Quote bei 59,2 Prozent. Rang 398 bundesweit, letzter Platz in Hessen.
- Mit 12.979 gemeldeten Straftaten je 100.000 Einwohner (2005) hat Kassel deutlich mit der Kriminalität zu kämpfen. Bundesweit wurden nur 6.919 Delikte je 100.000 Einwohner gemeldet. Nur Rang 418.
