Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Marburg-Biedenkopf

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Marburg-Biedenkopf

    Gemischtes Bild am Arbeitsmarkt, wenig Jobs in Wachstumsbranchen

    Der Landkreis Marburg-Biedenkopf belegt mit 51,9 Punkten Platz 188 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Hessen belegt der Landkreis Marburg-Biedenkopf Platz 18 unter 26 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Marburg-Biedenkopf punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Weit vorn liegt der Kreis Marburg-Biedenkopf beim Anteil der öffentlich Beschäftigten. 1,05 Staatsdiener kamen hier 2004 auf 100 Einwohner. Im Bundesdurchschnitt waren es 1,5 öffentlich Beschäftigte in Gemeinden und Gemeindeverbänden. Der Kreis belegt Rang 85.
    • Besser als andere steht der Kreis Marburg-Biedenkopf bei der Langzeitarbeitslosigkeit da. Unter den Arbeitslosen im Kreis finden sich mit einem Anteil von 30,5 Prozent (2005) weniger Langzeitarbeitslose als bundesweit (35,4 Prozent). Rang 108.
    • Geringer als im Bundesdurchschnitt ist im Kreis Marburg-Biedenkopf auch der Anteil von Arbeitslosengeld-II-Empfängern. 2005 gab es hier 3,9 ALG-II-Empfänger auf 100 Einwohner (Bundesdurchschnitt 6). Rang 147.
    • Die Altersbeschäftigungsquote im Kreis Marburg-Biedenkopf belief sich im Jahr 2005 auf 31,2 je 100 Einwohner im Alter von 55-65 Jahren. Damit lag die Quote höher als im Bundesdurchschnitt (29,4 Prozent). Das bringt Rang 118.

    Schwächen

    • Nur Rang 303 erreicht der Kreis Marburg-Biedenkopf bei der Arbeitsplatzversorgung. 56,5 Prozent aller Erwerbspersonen zwischen 15 und 65 Jahren hatten im Jahr 2005 einen Job. Im Bundesschnitt waren es 59,2 Prozent.
    • Recht weit hinten im Ranking liegt der Kreis Marburg-Biedenkopf auch beim Saldo aus Gewerbean- und -abmeldungen. Dieser belief sich 2004 auf 2,4 je 1.000 Einwohner. Das verweist auf eine im deutschlandweiten Vergleich mäßige Gründungsdynamik. Denn im Bundesdurchschnitt lag der Saldo mit 3,3 je 1.000 Einwohner deutlich höher. Rang 365.
    • Recht hoch sind im Kreis Marburg-Biedenkopf die Arbeitskosten. 2004 kostete ein Arbeitnehmer im Kreis sein Unternehmen 34.074 Euro. Bundesweit waren es nur 30.561 Euro. Rang 364.
    • Nachholbedarf hat der Kreis Marburg-Biedenkopf beim Anteil der Beschäftigten in schnell wachsenden Branchen. Deren Anteil lag 2005 bei 6,5 Prozent (Bundesdurchschnitt 8,4 Prozent). Rang 278.