Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Lahn-Dill-Kreis

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Lahn-Dill-Kreis

    Gute Arbeitsplatzversorgung, schwache Gründungsdynamik

    Der Lahn-Dill-Kreis belegt mit 52,5 Punkten Platz 163 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Hessen belegt der Lahn-Dill-Kreis Platz 13 unter 26 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Lahn-Dill-Kreis punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Weit über Durchschnitt liegt im Lahn-Dill-Kreis die Arbeitsplatzversorgung. 63,2 Prozent aller Erwerbspersonen zwischen 15 und 65 Jahren hatten 2005 einen Job. Im Bundesschnitt waren es 59,2 Prozent. Rang 107 bundesweit, Platz 4 unter 26 Kreisen und kreisfreien Städten in Hessen.
    • Besser als im Bundesdurchschnitt schneidet der Lahn-Dill-Kreis beim Anteil der Straftaten ab. Hier wurden 2005 4.500 Delikte je 100.000 Einwohner gemeldet (Bundesdurchschnitt 6.919 Delikte). Der Kreis kommt auf Rang 90 bundesweit. Platz 7 in Hessen.
    • Im Lahn-Dill-Kreis kommt man bezogen auf die Einwohnerzahl mit einer schlankeren Verwaltung aus als im Rest der Republik. Statistisch betrachtet kamen im Jahr 2004 1,2 öffentlich Beschäftigte auf 100 Einwohner. Im Bundesdurchschnitt leistete man sich hingegen 1,5 öffentlich Beschäftigte in Gemeinden und Gemeindeverbänden. Das bringt Rang 135.
    • Recht hoch sind die Einkommen im Kreis. Die Bruttolohnsumme lag im Jahr 2005 bei 27.786 Euro je Beschäftigtem im Lahn-Dill-Kreis. Im Bundesdurchschnitt belief sie sich auf 25.822 Euro. Rang 120.

    Schwächen

    • Nachholbedarf hat der Lahn-Dill-Kreis bei der Gründungsdynamik. Der Saldo der Gewerbean- und -abmeldungen lag im Jahr 2004 bei 2,1 je 1.000 Einwohner. Bundesdurchschnittlich hatte der Saldo einen Wert von 3,3 je 1.000 Einwohner. Rang 394 bundesweit, vorletzter Platz in Hessen.
    • Unter Bundesdurchschnitt (8,4 Prozent) ist im Lahn-Dill-Kreis der Anteil Beschäftigter in schnell wachsenden Branchen: Nur 6,6 Prozent (2005) aller Arbeitnehmer sind dort in solchen Branchen tätig. Rang 265.
    • Mäßig schneidet der Lahn-Dill-Kreis beim Anteil der Hochqualifizierten ab. Im Jahr 2005 hatten im Kreis 6,7 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten einen Fachhochschul- bzw. Hochschulabschluss. Im Bundesmittel waren es 7,5 Prozent. Rang 227.
    • Unter Bundesniveau (13,2 Prozent) bewegt sich im Lahn-Dill-Kreis die kommunale Investitionsquote. Diese lag im Jahr 2005 bei 11,8 Prozent der kommunalen Gesamtausgaben. Rang 251.